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15.02.2012

Kinder und Jugendliche, die an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt waren, sollten für mindestens einen Monat auf Sport verzichten. Außerdem sollten sie nichts Schweres heben. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.
Sport nach dem Pfeiffer'schen Drüsenfieber sollte für mindestens vier Wochen tabu sein. Denn die Milz ist durch die Krankheit vorübergehend vergrößert, und es kann dadurch bei Stürzen oder Zusammenstößen leichter zu einem Milzriss kommen.
"Eine sogenannte Milzruptur löst innere Blutungen, Fieber und Bauchschmerzen im linken Oberbauch aus und erfordert eine Notoperation", warnt Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin und BVKJ-Pressesprecherin in Thüringen. Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird auch als Kusskrankheit bezeichnet, da das verantwortliche Virus – das Epstein-Barr-Virus – durch Speichel beim Küssen übertragen werden kann und häufig Jugendliche davon betroffen sind. Auch das gemeinsame Benutzen von Besteck und Geschirr kann zu einer Ansteckung führen.
Die Zeichen der medizinisch Mononukleose genannten Erkrankung ähneln einer Grippe oder einer starken Halsentzündung. Möglich sind Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Typisch ist auch, dass infizierte Patienten über Nachtschweiß und ständige Müdigkeit klagen. Die Beschwerden dauern mehrere Wochen an.
Die Milz bleibt aber darüber hinaus vergrößert. "Medikamente gegen die Krankheit gibt es nicht. Nur Bettruhe und viel Trinken beschleunigen die Erholung", erläutert Niehaus. "Jugendliche können mit Salzwasser gurgeln, um die Halsschmerzen zu lindern. Dazu fügen sie einen halben Teelöffel Salz in etwa 240 Milliliter warmes Wasser." Der Kinder- und Jugendarzt könne auch Schmerzmittel verordnen.
Weimar (dpa/tmn)
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