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15.07.2010: Mit Akupunktur Migräne lindern

Das Bild zeigt Akupunkturnadeln im Gesicht einer Frau.

Akupunktur kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken senken. Das Verfahren sollte aber nur in schmerzfreien Phasen angewendet werden, rät die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin.

Bei akuten Beschwerden nütze es wissenschaftlichen Studien zufolge nichts. Sinnvoll sei diese alternative Behandlungsform, weil Medikamente gegen Migräne oft Nebenwirkungen haben. Außerdem können sie manchmal selbst Ursache für anhaltende Kopfschmerzen sein.

Migränepatienten werden in der Regel zweimal in der Woche für 20 bis 30 Minuten behandelt. Im Durchschnitt sind etwa 15 Sitzungen nötig, erste Erfolge stellen sich schon meist nach der Hälfte ein. Um auf lange Sicht Besserung zu erzielen, empfiehlt die DGN eine Auffrischungsbehandlung mit wenigen Sitzungen einige Monate nach dem Ende der Eingangstherapie.

Neben der klassischen, chinesischen Akupunktur gilt das sogenannte Sham-Akupunktur-Verfahren als wirkungsvoll. Die Kosten für Akupunktur bei Migräne übernehmen gesetzliche Krankenkassen nicht.

Quellen:

Berlin (dpa/tmn)

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