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Massagen nicht direkt nach dem Sport

19.09.2012

Das Bild zeigt den Tennisprofi Gael Monfils, der von einem Therapeuten massiert wird.

Direkt nach dem Marathonlauf liegen viele Sportler am Boden und lassen die Beine massieren. Das bringt aber nicht viel, wie englische Wissenschafter herausgefunden haben. Erst muss der Kreislauf herunterfahren.

Hobbysportler lassen sich gern sofort nach dem Tennismatch oder einem Zehnkilometerlauf durchkneten, damit ihre Muskeln wieder locker werden. Davon rät Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln aber ab. Strapazierte Muskeln sollten erst frühestens eine Stunde später massiert werden. "Sie erholen sich dann besser."

Er beruft sich auf englische Wissenschaftler, die herausgefunden haben, dass Abwarten besser ist, damit die Massage wirklich etwas bringt. Der Grund: "Massagen, die unmittelbar nach der sportlichen Leistung verabreicht werden, durchbluten weniger die Muskeln, sondern vor allem die Haut", erläutert Froböse. "Die erholsame Durchblutung erreicht die angespannten Muskeln daher zu wenig."

Die Durchblutung bleibe nach der Körperbelastung ohnehin noch mindestens 30 Minuten erhöht. "Da kann eine Massage keine Veränderung bewirken." Aber wenn man damit eine oder zwei Stunden warte, setze ein deutlicher Erholungseffekt für die Muskeln ein.

Quellen:

Köln (dpa/tmn)

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