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Kribbeln oder Ziehen in Beinen abklären

25.01.2012

Man sieht eine schlafende Frau.

Wer vor dem Einschlafen ein Kribbeln, Ziehen oder Spannen in den Beinen spürt, könnte vom Restless-Legs-Syndrom betroffen sein. Betroffene sollten einen Arzt konsultieren.

Beim Restless-Legs-Syndrom tritt das Kribbeln, Ziehen oder Spannen in den Beinen vor allem 5 bis 30 Minuten nach dem Zubettgehen auf. Das mache das Einschlafen fast unmöglich und zwinge Betroffene meist zum Aufstehen, erläutert Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte in Krefeld. Bis zu eine Stunde könne es dauern, bis die Symptome wieder weg sind.

Da diese Empfindungen oft mit Nervosität, innerer Anspannung und Verunsicherung einhergehen, führten Patienten ihre Beschwerden anfangs auf psychische Anspannung zurück. So bliebe die eigentliche Erkrankung oft lange unbehandelt, sagt Beil und rät, beizeiten einen Neurologen aufzusuchen. Dieser schließe zunächst andere Erkrankungen wie Venenleiden aus und kläre ab, ob eine Nierenschwäche, Eisenmangel oder bestimmte Medikamente die Symptome verursachen.

Leichte Fälle des Restless-Legs-Syndrom müssen nicht unbedingt mit Medikamenten behandelt werden. Die Ursache für die Beschwerden sind dem Verband zufolge bislang nicht eindeutig geklärt. Schätzungen zufolge seien 5 bis 10 Prozent der Bundesbürger betroffen, etwa 1 Prozent braucht eine Behandlung. 60 Prozent der Patienten sind weiblich.

Quellen:

Krefeld (dpa/tmn)

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