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03.12.2012

Die Probleme beginnen bereits in der Kindheit: Zu wenig Bewegung führt zu Koordinationsstörungen und Übergewicht. Im Alter ist es dann meist zu spät, die Defizite noch zu kompensieren.
Kinder, die sich nur wenig bewegen, sind im Alter sturzgefährdeter als fitte Gleichaltrige. "Sie haben oft Koordinationsprobleme und bauen nicht vernünftig Knochenmasse auf", erläutert Andreas Gassen vom Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) anlässlich der Aktion Orthofit (3. bis 7. Dezember). Später im Leben falle es immer schwerer, Koordinationsprobleme zu kompensieren. Gerät der Mensch dann zum Beispiel ins Stolpern, kann er einen Sturz nicht so leicht abfangen.
Mit der Aktion will der Verband Grundschülern Spaß an Bewegung vermitteln. "Wir möchten vermeiden, dass Kinder später unser Klientel werden", sagt Gassen. "Kinder und Jugendliche, die sich mehr bewegen als andere und fitter sind, werden gesündere Erwachsene sein." Eltern sollten daher den natürlichen Bewegungsdrang ihrer Kinder nicht bremsen, sondern fördern, etwa durch Radtouren oder gemeinsames Ballkicken am Wochenende. Wichtig sei, dass der Nachwuchs Bewegung nicht als lästig empfinde.
Durch zahllose Studien sei belegt, dass Kinder immer dicker und immobiler würden. Manchen Kindern falle es schon schwer, barfuß über ein am Boden liegendes Seil zu balancieren oder auf einem Bein zu stehen und zu hüpfen, erläutert der in Düsseldorf niedergelassene Facharzt.
Rückenschmerzen hätten die Jüngsten zwar noch nicht, aber Knieschmerzen beim Treppensteigen kämen bei übergewichtigen Jungen und Mädchen durchaus vor. "Zehn Kilo Übergewicht bei einem kleineren Kind belasten das Skelett, das tut dann weh." Und aus dicken Kindern würden sehr oft dicke Erwachsene, die dann nicht nur mit Gelenkbeschwerden zu kämpfen haben, sondern auch anderen typischen Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes.
Berlin (dpa/tmn)
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