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Kaltes Wetter erhöht Schlaganfallgefahr

22.01.2013

Jemand atmet bei kaltem Wetter aus, sodass man den Atem sieht.

Wer Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System hat, sollte in diesen Tagen besonders vorsichtig sein. Denn eisige Temperaturen lassen den Blutdruck steigen – und damit auch das Risiko für einen Schlaganfall.

Menschen mit Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Problemen sowie Senioren sollten im Winter regelmäßig ihren Blutdruck kontrollieren. Kaltes Wetter lasse den Blutdruck grundsätzlich ansteigen, erläutert Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) in München. Dadurch erhöhe sich das Risiko für Komplikationen wie Durchblutungsstörungen des Herzens, Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Durch Herz-Kreislauf-Probleme bedingte Todesfälle kämen im Winter etwa 20- bis 50-mal so oft vor wie im Sommer.

Bei erhöhtem Blutdruck kann es Smetak zufolge manchmal schon helfen, sich mehr zu bewegen und weniger kalorienreich zu essen. Bei Menschen mit Vorerkrankungen könne es aber auch nötig sein, die Dosis der blutdrucksenkenden Medikamente zu erhöhen oder eine weiteres Arzneimittel zu verordnen.

Dass der Blutdruck im Winter ansteigt, hängt dem BNK zufolge mit der Temperaturregulation des Körpers zusammen. Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, um den Blutfluss zu verringern und so möglichst wenig Wärme über das Blut zu verlieren. Der Widerstand der Gefäße erhöht sich und damit ebenfalls der Blutdruck.

Quellen:

München (dpa/tmn)

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