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25.01.2013

Kaiserschnitt-OPs zu Wunschterminen stehen immer wieder in der Kritik. Nun weisen Lungenärzte darauf hin, dass solche 'Geburten ohne Not' bei den Neugeborenen Probleme mit dem Atmen verursachen können.
Kommen Kinder per Kaiserschnitt auf Wunsch zur Welt, fallen ihnen die ersten Atemzüge häufiger schwer als Babys, die auf natürlichem Weg oder per Notkaiserschnitt geboren werden. Außerdem halten bei manchen von ihnen die Atemprobleme länger an als bei anderen Neugeborenen. Darauf weisen Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne hin. Das Risiko für Beschwerden sei auch dann noch deutlich größer, wenn das Kind zeitlich nah am errechneten Geburtstermin auf die Welt geholt wird.
Der Grund sei wahrscheinlich, dass beim Kaiserschnitt die Ausschüttung des Stresshormons Katecholamin fehlt. Dieses werde bei einer vaginalen Geburt oder nach dem Einsetzen der Wehen auch bei einem Notkaiserschnitt von der Mutter aufgrund der Schmerzen freigesetzt. Es ist den Lungenärzten zufolge förderlich und nötig, damit sich die Lungen des Neugeborenen entfalten und das Kind leichter die ersten Atemzüge machen kann.
Nach einem Kaiserschnitt komme es fünfmal öfter zu Komplikationen, deretwegen das Kind Sauerstoff bekommen oder beatmet werden muss. Etwa jedes dritte Kind wird mittlerweile per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Der vielzitierte Wunsch-Eingriff ist laut der Studie "Faktencheck Kaiserschnitt" der Bertelsmann-Stiftung allerdings selten – er liegt in Deutschland bei zwei Prozent der Schwangeren.
Werne (dpa/tmn)
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