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Frauen lassen Bonusheft öfter stempeln

30.01.2012

Ein Gebiss, in dem ein Bonusheft für den Zahnarzt eingeklemmt ist.

Gesetzlich krankenversicherte Frauen achten deutlich mehr als Männer darauf, ihr Bonusheft bei regelmäßigen Zahnarztbesuchen abstempeln zu lassen. Sie profitieren damit stärker von Zuschüssen der Krankenkasse.

Fast Dreiviertel (70,5 Prozent) der Frauen, aber nur etwas mehr als die Hälfte (55,6 Prozent) der Männer pflegen ihr Bonusheft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Köln. Auch die Bildung spielt demnach eine Rolle: Patienten mit mittlerer und höherer Schulbildung (72,7 beziehungsweise 66,5) kümmern sich mehr darum als Menschen mit niedrigem Bildungsstand (55,7).

Von allen Befragten gibt ein Fünftel (20,2) an, nicht darauf zu achten. 15 Prozent haben kein Heft. Je besser außerdem der Gesundheitszustand des eigenen Gebisses eingeschätzt wird, desto eher achten die Patienten auf den regelmäßigen Eintrag. Ein ordnungsgemäß geführtes Bonusheft kann die Zuschüsse der Krankenkasse zu Zahnersatz um bis zu 30 Prozent erhöhen.

Steht eine umfangreichere Zahnarztbehandlung an, ist es nur etwa einem Drittel (38,8) der Befragten wichtig, eine zweite Meinung einzuholen. Rund die Hälfte (48,8) hält das für "nicht unbedingt notwendig". Im Mai 2011 wurden 1788 erwachsene Bundesbürger, darunter 1567 gesetzlich Versicherte, vom Institut für Demoskopie Allensbach persönlich befragt. Das IDZ wird von der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung getragen.

Quellen:

Köln (dpa/tmn)

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