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Fasten zur Ernährungsumstellung

08.02.2013

Ein Verbotsschild, auf dem ein Bierglas, Sektgläser und eine Bierflasche durchgestrichen sind.

Nach der Karnevalszeit kommt das Fasten. Dies ist mittlerweile nicht nur aus religiösen Gründen für viele Verbraucher eine Option. Ernährungsberater halten das Fasten für eine gute Möglichkeit, grundsätzliche Gewohnheiten umzustellen.

Früher fasteten die Menschen vorwiegend aus religiösen Gründen – etwa mit dem Ziel einer inneren Reinigung. Heute werde eine Phase der Nahrungseinschränkung immer mehr als Ausgangspunkt genutzt, um die Ernährung umzustellen, sagt Michaela Bänsch von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken. Fastenzeiten können durch Weglassen einzelner Genussmittel gekennzeichnet sein, aber auch durch einen vollständigen Nahrungsverzicht.

Aus gesundheitlicher Sicht sei es ein guter Einstieg, seinen Lebensstil durch das Weglassen von Alkohol, Schokolade, Tabak, Kaffee oder kalorienreiche Lebensmittel zu ändern, sagt Bänsch. Eine Nulldiät als Auftakt für eine anschließende Reduktionsdiät und veränderte Ernährungsweise sei ebenfalls eine gute Möglichkeit, sich für Gesundheit und bewusste Lebensmittelauswahl zu sensibilisieren.

Der komplette Nahrungsverzicht sollte aber nur maximal drei bis fünf Tage durchgehalten und bei Vorerkrankung medizinisch begleitet werden. "Sonst sind Muskelabbau, eine nachfolgende Stoffwechselabsenkung und damit eine Verlangsamung der Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, körperliche Schwäche sowie die Ausbildung eines Vitalstoffmangels möglich", warnt die Ernährungsexpertin.

Eine Art des Fastens, bei der kein Muskelabbau droht, ist das Fasten mit Proteinshakes. Diese sind als Pulver oder als fertiges Getränk erhältlich. Die normalen Mahlzeiten werden mit den Proteingetränken ersetzt. Deren Auswahl und Zusammenstellung sollte mit einem qualifizierten Ernährungsberater abgestimmt werden, rät Bänsch.

Quellen:

Saarbrücken (dpa/tmn)

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