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Diabetesforschung im Fokus

11.11.2011

Blutzuckertest

Über sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes mellitus – Tendenz steigend. Intensive Forschung soll dazu beitragen, wirksame Therapien gegen die Zuckerkrankheit zu entwickeln und die Betroffenen vor Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nieren- oder Augenproblemen zu bewahren. Am 12. November beschäftigt sich ein Symposium auf der Herbsttagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Berlin mit dem aktuellen Stand der Forschung.

Zwei Einrichtungen, das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und das Kompetenznetz Diabetes mellitus (KKNDm), arbeiten seit ein paar Jahren an neuen Konzepten der Diabetesforschung. Eines ihrer Ziele: Indem sich Grundlagenforscher mit klinisch tätigen Ärzten austauschen, soll es gelingen, Ergebnisse aus dem Labor schneller in die Praxis zu übertragen. Patienten sollen von diesem schnellen Wissenstransfer profitieren.

Auf der Veranstaltung präsentieren das DZD und das Kompetenznetz Ergebnisse umfangreicher klinischer Studien und epidemiologischer Untersuchungen. Ein Schwerpunkt des Symposiums: Wie lässt sich Diabetes effektiv vorbeugen? Im Hinblick auf die deutsche Diabetes-Präventionsstudie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung sagt hierzu Prof. Hans-Ulrich Häring, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik IV der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen: "Leider reicht eine Änderung des Lebensstils nicht bei allen Personen mit einem erhöhten Diabetesrisiko aus. Wir wollen durch individuelle Vorsorgestrategien der Krankheit zukünftig keine Chance geben." So soll etwa ein Diabetes-Risikotest dabei helfen, Menschen mit erhöhtem Risiko für Diabetes zu identifizieren.

Prof. Michael Roden, wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, stellt mit der Deutschen Diabetes-Studie eine große klinische Studie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung vor. Sie untersucht, wie neu diagnostizierter Diabetes entsteht und verläuft. In der Zukunft sollen eine individualisierte Behandlung sowie die Früherkennung von Spätfolgen möglich sein.

Weiterer Fokus der Forscher: die Planung von Vorsorgeprogrammen. Ihnen liegen epidemiologische Daten zugrunde. Das Kompetenznetz Diabetes mellitus untersucht in einem Projekt, wie die regional unterschiedliche Häufigkeit von Diabetes in Deutschland mit verschiedenen individuellen und regionalen sozioökonomischen Faktoren zusammenhängt.

Quellen:

Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD)

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