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Colitis ulcerosa durch überaktive Gene?

29.05.2012

Das Bild zeigt eine Person, die sich den Bauch hält.

Colitis ulcerosa ist eine chronische Schleimhautentzündung des Dickdarms. Sie geht mit Beschwerden wie starken Bauchschmerzen, blutigen Durchfällen und Gewichtsverlust einher, was die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränkt. Forscher glauben, dass die Überaktivität bestimmter Gene möglicherweise für Colitis ulcerosa verantwortlich ist.

Welche Ursachen hinter Colitis ulcerosa stecken, ist bisher nicht genau bekannt. Unter Verdacht stehen jedoch erbliche Faktoren als Auslöser. Die Forschung konzentriert sich derzeit darauf, bestimmte Gene und Genprodukte, in denen sich Betroffene von gesunden Menschen unterscheiden, zu identifizieren und zu charakterisieren. Von der genauen Bestimmung verspricht man sich neue Erkenntnisse und Entwicklungsmöglichkeiten bezüglich Diagnose und Therapie der Colitis ulcerosa.

Bisherige Auswertungen lassen vermuten, dass bei Colitis ulcerosa bestimmte Gene überaktiv sind. Dies führe möglicherweise dazu, dass zu viele Botenstoffe produziert werden, die entzündliche Prozesse im Darm anregen. Andere Gene, die die Produktion spezieller Eiweiße zum Schutz der Darmschleimhaut steuern, sind hingegen weniger aktiv. Dieses Ungleichgewicht könnte dafür verantwortlich sein, dass der Organismus bei Colitis ulcerosa anfälliger für Infektionen durch körpereigene Bakterien ist und dadurch die typischen Beschwerden entstehen.

Die Symptome einer Colitis ulcerosa treten meist schubweise auf – so kann es vorkommen, dass Betroffene über lange Zeit hinweg beschwerdefrei bleiben. Bei anderen hingegen bricht die Erkrankung häufiger aus, was den Leidensdruck entsprechend erhöht.

Eine Heilung der Colitis ulcerosa ist nach aktuellem Erkenntnisstand nicht möglich. Es gibt aber medikamentöse Therapien, die darauf abzielen, die Entzündungsaktivität in Schach zu halten und Rückfälle möglichst lange hinauszuzögern. Dabei geht es vor allem darum, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Quellen:

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – den Ursachen auf der Spur (16.5.2012)

Online-Informationen der Deutschen Morbus Crohn Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V.: www.dccv.de (Abrufdatum: 25.5. 2012)

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