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26.11.2012

Betroffene müssen Brandwunden so schnell wie möglich kühlen. Dafür lassen sie zehn Minuten kaltes Leitungswasser über die betroffene Hautstelle laufen.
Kleine Kinder können sich besonders schnell verbrennen: Ihre Haut ist sehr dünn, schon eine kurzer Kontakt reicht deshalb aus. Darauf weist die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hin. Bei schwereren Verbrennungen, zum Beispiel wenn sich eine Blase bildet, sollten Eltern ihr Kind nach dem Kühlen zum Arzt bringen: Er versorgt die Wunde fachgerecht.
Sieht die Haut an der verbrannten Stelle wie Leder aus, ist die Verbrennung sehr schwer. Dann müssen Eltern einen Notarzt rufen. Ist Kleidung mitverbrannt, sollten sie das Kind unter die Dusche stellen: So können sie die Kleidungsstücke leichter ausziehen. Anschließend sollten sie kaltes Wasser ausschließlich über die betroffene Stelle laufen lassen. Bis der Notarzt eintrifft, müssen sie das Kind beruhigen und warmhalten. Jegliche Hausmittel für die Wunde sind tabu. Hilfreich sind nur sterile Kompressen – falls sie vorhanden sind.
Damit es erst gar nicht zur Verbrennung kommt, rät die DIVI den Eltern, ihr Kind niemals auf den Arm nehmen, wenn sie etwas Heißes trinken. Außerdem gehört ein Schutzgitter an den Herd, und der Backofen sollte abschließbar sein. Auch das Glas des Ofens darf sich nicht zu stark erhitzen. Wer Erkältungen beim Kind mit Inhalieren von heißen Dämpfen bekämpfen will, muss besonders gut aufpassen: Kinder könnten die Schüssel umwerfen oder aus Versehen vom Tisch ziehen.
Göttingen (dpa/tmn)
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