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28.11.2012

Manche Babys bekommen zeitweise Akne im Gesicht. Meist bleibt die Hauterscheinung nicht dauerhaft. Um die Haut nicht zu reizen oder ihr zu schaden, sollten Eltern bei der Gesichtspflege einiges beachten.
Eine Baby-Akne entwickelt sich bei Säuglingen meist innerhalb der ersten Lebenswochen. Vor allem auf den Wangen, der Nase und auf der Stirn zeigen sich die auch Neugeborenen-Akne oder Acne neonatorum genannten Hautveränderungen. Eltern können nichts tun, um die Pusteln zu vermeiden. "Das tägliche Waschen des Gesichts mit warmem Wasser reicht völlig aus", sagt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen.
"Mehrmals in der Woche können Eltern eine milde feuchtigkeitsspendende Seife zusätzlich verwenden", rät sie. Stark fetthaltige Cremes beziehungsweise Salben oder Öle sollten sie nicht auf das Gesicht des Babys auftragen. Die Baby-Akne verschwindet innerhalb von drei bis vier Monaten meist von selbst.
"Eltern sollten auf keinen Fall rezeptfreie Mittel gegen Akne bei ihrem Baby anwenden. Diese schaden der empfindlichen Babyhaut", warnt die Ärztin aus Weimar. "Beim Abtrocknen sollten sie das Gesicht nicht rubbeln, sondern nur abtupfen." Die Akne dürfen Eltern nicht mit ihren Händen manipulieren, das sorgt nur für Irritationen und kann zu Entzündungen führen.
Der Kinder- und Jugendarzt erkennt eine Neugeborenen-Akne am Gesichtsbild. Falls in der Familie des Babys schwere Aknefälle bekannt sind, sollte er das erfahren. Auch wenn die Mutter bestimmte Medikamente einnehmen muss oder musste, kann dies die Haut des Babys beeinflussen. Das gilt zum Beispiel für kortison-, jod- oder lithiumhaltige Arzneien. Vermutlich tritt eine Baby-Akne bei besonders sensiblen Talgdrüsen als Reaktion auf mütterliche sowie körpereigene Hormone aus der Nebennierenrinde auf.
Weimar (dpa/tmn)
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