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Antibiotika-resistente Keime abwehren

09.01.2013

Das Bild zeigt Hände unter dem Wasserhahn.

Gegen bakterielle Erkrankungen helfen Antibiotika – es sei denn, die Keime sind resistent. Den Verbraucher erreichen diese Bakterien über Lebensmittel, aber auch Tiere oder andere Menschen. Nur gründliche Hygiene kann schützen.

Sorgfältige Küchenhygiene kann vor der Ansteckung mit antibiotikaresistenten Keimen schützen. Für Verbraucher sei es aber nicht möglich, zu erkennen, ob ein Lebensmittel mit solchen Bakterien verunreinigt ist, erläutert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin. Nur durch gezielte Laboruntersuchungen ließen sich diese feststellen. Die Behörde reagiert mit ihren Hinweisen auf Berichte aus den vergangenen Jahren, wonach sogenannte ESBL- und AmpC-bildende Keime bei Tieren und in Lebensmitteln weit verbreitet sind.

Das BfR empfiehlt, insbesondere Fleisch und Eier vor dem Verzehr durchzugaren, um eine weitere Verbreitung der gegen Antibiotika unempfindlichen Bakterien zu verhindern. Verzehrfertige Speisen, die nicht mehr erhitzt werden sollen, dürfen nicht in direkten oder indirekten Kontakt mit rohem Fleisch oder rohen Eiern kommen. Rohkost wie Salate, Sprossen, Gemüse und Obst sollte vor dem Essen immer gut mit Trinkwasser gereinigt oder geschält werden. Nach jedem Kontakt mit Tieren – auch Haustieren – ist gründliches Händewaschen mit warmen Wasser und Seife Pflicht.

Nach Angaben der Behörde trägt der Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier dazu bei, dass sich resistente Bakterien weiter ausbreiten – sie sind dadurch im Vorteil gegenüber nicht-resistenten Keimen. Zum Verbraucher können die Keime über Lebensmittel, den Kontakt mit Tieren, aber auch von anderen Menschen gelangen. Über das Vorkommen der ESBL- und AmpC-bildenden Keime gibt es dem BfR zwar kaum repräsentative Studien, es sei aber bekannt, dass sie eine bedeutende Rolle als Erreger von im Krankenhaus erworbenen Infektionen spielen. Eine Rolle spiele neben dem Krankenhaus auch mangelnde Hygiene im Tierstall und im Haushalt.

Quellen:

Berlin (dpa/tmn)

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