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12.12.2012

Auffällig aggressives Verhalten im Teenageralter kann auf ein ernstes psychologisches Problem hinweisen. Zerstörungswut und Gefühlskälte gegenüber anderen sind weitere Indizien.
Regelmäßige heftige Aggressionen können auf eine dissoziale Persönlichkeitsstörung hindeuten. Auch launische Stimmung, Gleichgültigkeit gegenüber den Gefühlen anderer Menschen und Streitsucht sind Anzeichen für eine solche Störung. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin hin. Patienten mit dieser Störung empfinden keine Reue oder Mitgefühl für Menschen, die sie verletzt haben.
Im Rahmen einer Therapie lässt sich ermitteln, welche Situationen Aggressionen auslösen und der angemessene Umgang mit Wut oder Kritik üben. Allerdings haben Patienten mit einer dissozialen Persönlichkeitsstörung meist nur eine geringe Motivation, eine Therapie zu beginnen: Sie stören sich nur wenig an den sozialen Problemen, die ihr Verhalten verursacht.
Etwa drei Prozent der Männer und ein Prozent der Frauen leiden Schätzungen zufolge an einer dissozialen Persönlichkeitsstörung. Laut DGPPN mache sie sich zum Teil schon im Kindes- und Jugendalter bemerkbar, zum Beispiel durch das Quälen von Tieren, Zündeleien und Vandalismus.
Berlin (dpa/tmn)
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