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Autor: Onmeda-Redaktion
Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet caries Morschsein und Fäulnis. Kariesbakterien zerstören die Zahnhartsubstanz durch chemische Entkalkungs- und Auflösungsprozesse.
Die Oberfläche des Zahns – im Zahnkronenbereich der Schmelz und im freiliegenden Zahnwurzelbereich der Wurzelzement – ist stetig äußeren Einflüssen ausgesetzt. Säuren im Mundraum bewirken eine Entmineralisierung, sich einlagernde Mineralien eine Remineralisierung. Geraten diese sich abwechselnden, dynamischen Vorgänge aus dem Gleichgewicht, führt der Säureangriff letztlich zu einer Zerstörung des gesamten Zahns.
Karies ist eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten. Zur Zeit der Römer waren etwa 30 Prozent, im 19. Jahrhundert 90 Prozent und heutzutage über 95 Prozent der Bevölkerung betroffen.
Auch bezüglich der ethnischen Zugehörigkeit, des Geschlechts, des Alters, der Zahnart und der Zahnstellung zeigt die Kariesaktivität Unterschiede: So neigen hellhäutige Menschen, Frauen sowie Menschen der Altersgruppen 4 bis 8, 11 bis 19 und 55 bis 65 Jahre vermehrt zur Kariesbildung. Im Mundraum selbst sind die oberen und hinteren Zähne häufiger erkrankt. Besonders gefährdet sind auch die Zahnzwischenräume, Einziehungen im Zahnrelief (sog. Fissuren oder Grübchen) und der Übergang von der Zahnkrone zur Zahnwurzel.
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