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Ernährung bei Diabetes mellitus

Allgemeine Ernährungsgrundsätze bei Diabetes

Stand: 26. November 2008Autor: Onmeda-Redaktion

Bei Diabetes mellitus ist prinzipiell eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu empfehlen. Spezielle Diätkost oder Diabetiker-Lebensmittel sind in der Regel nicht notwendig. Insbesondere übergewichtige Diabetiker sollten versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren und nicht übermäßig Fett und Kalorien über die Nahrung aufzunehmen.

Man sieht einen Teller mit gesundem Essen aus Reis, Möhren und anderem Gemüse.

Der Energiebedarf von Diabetikern entspricht dem von gesunden Personen. Erst wenn Übergewicht ab etwa einem BMI von 25 vorliegt, sollte die Ernährung so umgestellt werden, dass das Gewicht im Zusammenspiel mit mehr Bewegung verringert werden kann.

Kohlenhydrate

Lebensmittel, die reich an Kohlenhydraten sind und/oder viele einfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, sollten den Hauptteil der Energieversorgung ausmachen. Idealerweise sollte die tägliche Nahrung zu 55 Prozent aus Kohlenhydraten bestehen.

Bevorzugen Sie pflanzliche Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen, denn diese haben einen positiven Einfluss auf Ihren Blutzuckerspiegel. Zu solchen Lebensmitteln zählen:

  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Getreideprodukte aus Vollkorn (z.B. Vollkornnudeln, Vollkornreis, Vollkornbrot)
  • Obst

Günstig sind etwa 40 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Diese Menge haben Sie leicht erreicht, wenn Sie pro Tag fünf Portionen Gemüse oder Obst verzehren und vier oder mehr Portionen Hülsenfrüchte über die Woche verteilt zu sich nehmen.

Zucker sollten Sie nur in geringen Mengen verzehren und möglichst nicht in Form von Getränken aufnehmen.

Fett

Höchstens 30 Prozent der täglichen Nahrung sollte aus Fetten bestehen. Dabei ist Fett nicht gleich Fett – wichtig ist auch der Anteil der jeweiligen Nahrungsfette.

Gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren

Gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren sollten weniger als zehn Prozent der täglichen Fettzufuhr ausmachen. Gesättigte Fettsäuren sind zum Beispiel enthalten in:

  • Wurst, Fleisch
  • Butter, Sahne

Transfettsäuren finden sich insbesondere in Produkten mit so genannten gehärteten Fetten, wie:

  • Chips u.ä. Knabbererzeugnissen
  • Frittiertem

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sollten höchstens zehn Prozent der Nahrungsfette ausmachen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind zum Beispiel enthalten in:

  • Olivenöl

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Etwa zehn bis 20 Prozent der Nahrungsfette dürfen aus einfach ungesättigten Fettsäuren bestehen. Diese finden sich zum Beispiel in:

  • Fettfisch (z.B. Lachs, Hering, Aal, Thunfisch, Makrele)
  • Ölsorten wie Sojaöl, Rapsöl, Leinöl, Walnussöl
  • Nüssen

Cholesterin

Achten Sie zudem darauf, pro Tag nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin zu sich zu nehmen. Cholesterin ist zum Beispiel enthalten in:

  • Eigelb
  • Speck
  • fetten Fleischprodukten
  • fettem Käse
  • Sahne

Eiweiß (Proteine)

Vermeiden Sie einen zu großen Eiweißanteil in der täglichen Nahrung: Etwa 15 Prozent sind optimal.

Eiweiß finden Sie zum Beispiel in:

  • fettarmen Fleisch
  • Milch, Milchprodukten
  • Fisch
  • Kartoffeln
  • Getreideflocken
  • Hülsenfrüchten (z.B. Erbsen, Bohnen)

Getränke

Getränke ohne Alkohol und ohne Zucker können problemlos getrunken werden, ebenso wie Getränke mit Süßstoffen. Bei Fruchtsäften sollte beachtet werden, dass diese oft einen sehr hohen Zuckergehalt besitzen. Auf Fruchtsäfte, die zusätzlich noch gezuckert sind, sollte daher verzichtet werden.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

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