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Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Typ-2-Diabetes

Stand: 28. April 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Die Ursache des Diabetes mellitus Typ 2 liegt in der angeborenen oder erworbenen Unempfindlichkeit gegenüber Insulin (Insulinresistenz). Eine solche Insulinresistenz kann die Folge einer dauerhaft überreichen Nahrungszufuhr sein, die zu häufig erhöhten Blutzuckerspiegeln führt. Die hohe Konzentration an Glukose im Blut lässt dann auch den Insulinspiegel steigen. Als Reaktion darauf sinkt die Anzahl der Insulinrezeptoren an den Körperzellen und sie werden weniger empfindlich.

Obwohl also eigentlich recht viel Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird, reicht die Menge dennoch nicht mehr aus, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Es entwickelt sich ein so genannter relativer Insulinmangel.

Um den Blutzuckerspiegel dennoch niedrig zu halten, arbeitet die Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren, um noch mehr Insulin herzustellen. Die Inselzellen werden dabei so stark belastet, dass sie nach Jahren schließlich erschöpfen und zugrunde gehen. In der Folge entwickelt sich ein Diabetes mellitus. In Europa ist diese Form des Diabetes aufgrund schlechter Ernährungsgewohnheiten besonders häufig geworden.

Mehr als 80 Prozent der Typ-2-Diabetiker sind übergewichtig und die Adipositas gilt als der entscheidende Risikofaktor für die Entstehung von Diabetes mellitus. Bei der Mehrzahl der Erkrankten wird eine Reihe typischer Veränderungen gefunden, die unter dem Begriff Metabolisches Syndrom oder "Wohlstandssyndrom" zusammengefasst sind. Dazu gehören eine bauchbetonte Fettsucht, Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin, Bluthochdruck und die Zuckerstoffwechselstörung (zunächst Insulinresistenz, später Typ-2-Diabetes).

Auch die erbliche Veranlagung spielt eine Rolle bei der Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2. Bei Kindern eines Elternteils mit Typ-2-Diabetes beträt die Wahrscheinlichkeit eines späteren Typ-2-Diabetes bis zu 50 Prozent. Das Risiko für eineiige Zwillinge beträgt 100 Prozent.

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