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Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Sonderformen des Diabetes

Stand: 28. April 2009Autor: Onmeda-Redaktion

LADA (latent autoimmune diabetes with adult onset)

Beim LADA handelt es sich um eine Sonderform des Typ-1-Diabetes, der verzögert im Erwachsenenalter auftritt. Ähnlich wie beim Typ-1-Diabetes besteht auch ein absoluter Insulinmangel und es ist ein Angriff des Immunsystems gegen Inselzellen anhand von Antikörpern im Blut nachweisbar. Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes tritt die Erkrankung aber erst später im Leben auf. Ein Insulinmangel-Diabetes, der vor dem 25. Lebensjahr bei erwachsenen Personen auftritt, die nicht übergewichtig sind und keine starke familiäre Diabetesbelastung aufweisen, ist höchstwahrscheinlich ein LADA. Wenn der Betroffene stark übergewichtig ist, kann es sich auch um einen der immer häufiger vorkommenden frühzeitig auftretenden Typ-2-Diabetesfälle handeln.

MODY (maturity onset diabetes of the young)

Der MODY ist eine Sonderform des Diabetes mellitus, die auf einem genetischen Defekt der Inselzellen beruht. Die Erkrankung tritt im Kindes- oder frühen Erwachsenenalter bei Normalgewichtigen auf und betrifft etwa ein Prozent aller Diabetiker. Typisch für den MODY ist die Vererbung über drei Generationen bei den erstgradig Verwandten einer Familie. Bisher sind sechs MODY-Typen mit unterschiedlichem Verlauf genetisch charakterisiert. Bei Verdacht auf MODY-Diabetes kann die Diagnose durch eine genetische Untersuchung gesichert werden.

Pankreopriver Diabetes

Ein Diabetes mellitus kann auch die Folge einer Schädigung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sein. Fällt das Organ in seiner Funktion teilweise oder gar vollständig aus, kommt es zu einem Mangel an Insulin und damit zu einer diabetischen Stoffwechsellage. In einem solchen Fall ist eine Behandlung mit Insulin unumgänglich.

Ursachen für einen kompletten Ausfall der Bauchspeicheldrüse können sein:

Schwangerschaftsdiabetes

Erhöhte Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft werden als Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) bezeichnet. Meistens verschwindet diese Diabetesform nach der Geburt wieder. Betroffene Frauen haben allerdings ein Risiko von bis zu 45 Prozent in den darauf folgenden zehn Jahren an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Das Risiko für einen erneuten Diabetes in der nächsten Schwangerschaft liegt bei etwa 50 Prozent.

Erhöhte Blutzuckerwerte in der Schwangerschaft können beim Kind zu Großwuchs und Missbildungen führen und erhöhen die Gefahr von Fehlgeburten. Der Schwangerschaftsdiabetes muss daher besonders sorgfältig, meist mit Insulin, behandelt werden. Er tritt bei drei Prozent aller Schwangerschaften auf.

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