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Stand: 1. Mai 2008Autor: Onmeda-Redaktion
Eine mögliche Ursache für Haarausfall durch Stress liegt in der Tatsache, dass Haarfollikel durch Stresshormone nachteilig beeinflusst werden. Um jeden Haarfollikel liegt ein dichtes Netz von Nervenfasern. Dieses Netzwerk enthält verschiedene neuronale Botenstoffe, wie beispielsweise das Neuropeptid Substanz P oder den Neurotransmitter Noradrenalin. Die Anzahl der Nervenfasern ist nicht stabil, sondern schwankt im Laufe des Zyklus jedes einzelnen Haars. Diese Schwankungen haben einen direkten Einfluss auf das zyklische Haarwachstum. Ebenso reguliert das Neurotrophin NGF (Nerve Growth Factor) indirekt das Wachstum der Haare.
Stress erhöht die Konzentration der entscheidenden Botenstoffe und somit die Zahl der Nervenfasern an den Haarfollikeln. Passiert dies während des Übergangs der Haare aus der Wachstumsphase in die Übergangsphase, kommt es über eine Kaskade von molekularen Ereignissen zu einer Entzündungsreaktion am Haarfollikel und schließlich zum vorzeitigen Stopp des Haarwachstums. Um mögliche andere Ursachen des Haarausfalls neben dem Stress auszuschließen, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.
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