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Autor: Onmeda-Redaktion
In den meisten Fällen reicht bei einer Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis, Magen-Darm-Infekt) eine Therapie aus, die den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust sowie die verlorengegangene Energie ausgleicht. Ein Magen-Darm-Infekt verläuft bei ansonsten gesunden Erwachsenen häufig so, dass sich die Symptome von selbst bessern und der Körper den Brechdurchfall ohne spezielle Medikamente überwindet.
Zur Behandlung leichter Fälle einer Gastroenteritis gehören
Da eine solche Therapie nicht gezielt die Ursache der Krankheit ausschaltet, also den Erreger, sprechen Mediziner von einer symptomatischen Therapie. Sie bessert die Beschwerden und überbrückt die Zeit bis zur Genesung. Je nachdem, wie stark die Symptome einer Magen-Darm-Grippe ausgeprägt sind, kann eine Therapie im Krankenhaus erforderlich sein. Dort bekommt der Betroffene bei großem Flüssigkeitsverlust oder in Fällen, in denen er nicht ausreichend trinkt oder trinken kann, die erforderlichen Stoffe über eine Vene als Infusion oder über eine Nasensonde verabreicht.
Bei Säuglingen, Kleinkindern und alten Menschen – vor allem wenn Vorerkrankungen bestehen – bringt eine Gastroenteritis gewisse Risiken mit sich. Eine angemessene Therapie durch einen Arzt ist bei diesen Personengruppen daher wichtig. Nicht geeignet für Säuglinge und Kleinkinder sind Säfte und Cola-Getränke. Der Grund: Ihr sehr hoher Zuckeranteil fördert mitunter die bei Durchfall ohnehin schon gesteigerte Wasserabgabe aus dem Körper ins Darminnere.
Da Kinder weitaus empfindlicher auf Flüssigkeitsverluste reagieren als Erwachsene (je jünger sie sind, desto ausgeprägter), ist dieser Wasserverlust gefährlich. Das in der Cola enthaltene Koffein verstärkt zudem den bereits bestehenden Kaliumverlust. Auch selbst hergestellte Mischungen aus Saft, Salz, Zucker und Wasser sind ungeeignet, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Vielmehr sollte das Kind bei leichter Magen-Darm-Grippe mehr zu trinken bekommen als sonst, geeignet sind je nach Alter und bisheriger Gewohnheit Muttermilch, Säuglingsmilch, Wasser oder ungesüßter Kräutertee. Soweit es möglich ist, sollte das Kind – je nach dem – gestillt werden oder normal gefüttert werden oder essen. Längere Nahrungspausen oder eine spezielle "Schon- oder Aufbaukost" sind nicht nötig. Bei starkem Flüssigkeitsverlust muss eine spezielle Elektrolytlösung die Verluste ausgleichen (Wirkstoff Dinatriumhydrogencitrat).
Eine solche Elektrolyt-Zucker-Lösung heißt fachsprachlich orale Rehydratationslösung, abgekürzt ORL. Sie eignet sich besonders gut, den Flüssigkeitsverlust von Säuglingen, Kleinkindern und alten, kranken Menschen auszugleichen und einer "Austrocknung" (Dehydratation) entgegenzuwirken oder sie zu verhindern. Die Lösung enthält genau die Mischung, die der Körper braucht: in Wasser gelöste Elektrolyte wie Kochsalz (NaCl), Kaliumchlorid (KCl) oder Natriumcitrat sowie Traubenzucker als Nährstoff.
Erwachsenen mit Magen-Darm-Grippe und leichtem Durchfall schadet das Hausmittel "Cola und Salzstangen" als Therapie zwar nicht unbedingt – empfohlen wird es aber auch nicht. Salzstangen liefern vor allem Natrium, doch der Körper braucht ebenso Kalium. Am besten isst man deshalb zusätzlich Bananen, da sie viel Kalium enthalten. Achten Sie darauf, viel zu trinken, etwa Mineralwässer oder ungesüßte Kräutertees. In schwereren Fällen können Betroffene sich Elektrolyt-Präparate aus der Apotheke besorgen.
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