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Weltkrebstag 2010Stand: 2. Februar 2010Autor: Onmeda-Redaktion Schutz vor bestimmten Infektionen verringert Krebsrisiko"Auch Krebs kann verhindert werden" ("Cancer can be prevented too"), so lautet die Botschaft der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (International Union Against Cancer, UICC) anlässlich des Weltkrebstages am 04. Februar 2010. Der Fokus der Kampagne richtet sich vor allem auf die Vorbeugung bestimmter Infektionen, die Krebs auslösen können. Experten schätzen, dass rund 20 Prozent aller Krebserkrankungen im Zusammenhang mit bestimmten Infektionen stehen. Eine Einschätzung, die insbesondere vor dem Hintergrund der absoluten Zahlen an Bedeutung gewinnt und die Größenordnung verdeutlicht: 2,4 Millionen der jährlich rund 12 Millionen Neuerkrankungen stehen demnach im Zusammenhang mit bestimmten Infektionen. Einkommensschwache Länder sind mit einer Häufigkeit von 26 Prozent deutlich häufiger betroffen, als einkommensstarke Nationen mit etwa 8 Prozent. Aktuell erkranken in Deutschland jährlich rund 430.000 Menschen neu an Krebs. Rein rechnerisch würden dabei circa 35.000 Krebserkrankungen auf potenziell vermeidbare Infektionen zurückgehen. Infektionen meist beschwerdefrei Zu ihnen zählen auch Gebärmutterhalskrebs, Leberkrebs und Magenkrebs, die sich häufig auf Grund chronischer Infektionen entwickeln. Nicht selten verlaufen sie beschwerdefrei. Betroffene bemerken sie daher oft nicht oder erst sehr spät. Das Beachten einfacher Verhaltensregeln, eine frühzeitige Impfung, die gezielte Behandlung oder schlicht das Verbessern hygienischer Bedingungen könnte einen Großteil der krebsauslösenden Infektionen verhindern. Kondome schützen So entsteht Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) hauptsächlich durch die Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HPV). Da HPV vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird, senkt der Gebrauch von Kondomen das Infektionsrisiko um etwa 70 Prozent. Zusätzlich können sich Frauen gegen HPV impfen lassen. Die Impfung beugt der Infektion durch bestimmte HPV-Typen vor, die besonders häufig Gebärmutterhalskrebs auslösen. Optimal ist es, sich nach Möglichkeit vor dem ersten Geschlechtsverkehr impfen zu lassen, weswegen die Impfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen wird. Vorbeugen durch Impfung Auch das Risiko von Leberkrebs (Leberkarzinom) verringert sich deutlich, indem man einer Infektion mit Hepatitis-B-Viren (HBV) und Hepatitis-C-Viren (HCV) vorbeugt. Verlaufen die beiden Virusinfektionen chronisch, erhöhen sie das Risiko einer sogenannten Leberzirrhose, die ihrerseits das Lebekrebsrisiko erhöht. Eine Leberzirrhose ist das fortgeschrittene Stadium einer chronischen Leberentzündung. Durch eine Impfung gegen Hepatitis B sowie den Gebrauch von Kondomen lässt sich einer HBV-Infektion wirksam vorbeugen. Auch wenn es derzeit keine Impfung gegen HCV gibt, lässt sich eine Infektion mit HCV heutzutage mit guten Erfolgen behandeln. Auch Magenkrebs ist vermeidbar Das Risiko von Magenkrebs (Magenkarzinom) erhöht sich durch eine chronische Magenschleimhautentzündung. In 80 Prozent aller Fälle wird sie durch eine Infektion mit dem Erreger Helicobacter pylori ausgelöst. Das Abtöten des Erregers durch Antibiotika lässt die Entzündung abheilen und senkt zugleich das Magenkrebsrisiko. Wer sich zusätzlich mit reichlich Obst, Gemüse und Zwiebeln ernährt, möglichst wenig geräucherte, gepökelte oder angeschimmelte Nahrung isst und auf das Rauchen sowie den Genuss von hochprozentigem Alkohol verzichtet, senkt das Risiko weiter ab. Gesunder Lebenswandel wichtig Jeder Einzelne kann darüber hinaus den eigenen Lebenswandel so gestalten, dass das Krebsrisiko zusätzlich absinkt. Es gilt, auf Zigaretten zu verzichten, Alkohol in Maßen zu genießen und ausgiebige Sonnenbäder gänzlich zu vermeiden. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung verringert darüber hinaus das generelle Krebsrisiko ebenso wie der Abbau überflüssiger Pfunde und regelmäßiger Sport sowie ausreichend Bewegung. UICC setzt bei Kindern und Jugendlichen auf Vorbeugung Initiator des Weltkrebstages ist die International Union Against Cancer (UICC). Insbesondere in den letzten Jahren hat die UICC ihre Kampagnen auf unterschiedliche Aspekte der Vorbeugung von Krebserkrankungen ausgerichtet. Dabei wendet sie sich auch an Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig beim Erlernen eines gesunden Lebenswandels zu unterstützen, um vermeidbaren Krebserkrankungen bereits frühzeitig vorzubeugen. Die UICC ist die führende, internationale Nichtregierungsorganisation, die sich ausschließlich dem weltweiten Kampf gegen Krebs verschrieben hat. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaWeltkrebstag 2010
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