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Welt-Diabetes-Tag 2009

Stand: 28. Oktober 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Vorbeugen ist das A & O

Er kündigt sich meist schleichend an und bleibt lange unbemerkt: Diabetes mellitus. Viele Diabetiker erfahren erst sehr spät von ihrer Erkrankung – manchmal hat die "Zuckerkrankheit", wie Diabetes auch im Volksmund genannt wird, dann schon Folgeschäden hinterlassen. Wer jedoch rechtzeitig vorbeugt, Risikofaktoren bedenkt und Warnzeichen ernst nimmt, kann eine Menge tun, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Der Welt-Diabetes-Tag 2009 bietet eine sehr gute Gelegenheit, um sich zu informieren. Die Themen Schulung, Aufklärung und Prävention stehen dieses Jahr im Mittelpunkt diverser Veranstaltungen und Aktionen rund um den Globus.

Eine Familie
Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag

Jedes Jahr am 14. November findet der Welt-Diabetes-Tag statt – am Geburtstag einer für die Diabetestherapie wichtigen Person: Frederick G. Banting. Banting war es, der im Jahre 1921 gemeinsam mit Charles H. Best einen Meilenstein in der Behandlung von Diabetikern beschritt. Er entdeckte das Insulin und legte damit quasi den Grundstein zum Verständnis von Diabetes.

Mit dem diesjährigen Welt-Diabetes-Tag möchten die Initiatoren, die Internationale Diabetes-Förderung (IDF) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO), jeden Einzelnen dafür sensibilisieren, dass Diabetes keine harmlose Erkrankung ist. Vielmehr kann die Erkrankung mit erheblichen Folgeschäden verbunden sein, wenn man nichts dagegen unternimmt. Zum anderen soll vermittelt werden, wie man insbesondere Diabetes mellitus Typ 2 erfolgreich verhindern oder verzögern kann. Nicht zuletzt richtet sich der Welt-Diabetes-Tag natürlich auch an Diabetiker: Das Thema Schulung sollte für jeden Diabetiker eine wichtige Rolle spielen. Durch gründliche Schulungen kann jeder Diabetiker lernen, eigenverantwortlich mit Diabetes umzugehen und somit Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Volkskrankheit Diabetes

Diabetes hat sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt: Weltweit gibt es immer mehr Diabetiker. Insbesondere die Zahl der Typ-2-Diabetiker steigt stetig an. Von dieser Form des Diabetes sind mit Abstand die meisten Diabetiker betroffen. Während man den Ausbruch des selteneren Typ-1-Diabetes nicht verhindern kann, kann man einiges tun, um Diabetes Typ 2 vorzubeugen oder das Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Risikofaktoren gezielt verringern

Wer die Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes kennt, kann ganz gezielt etwas tun, um die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung zu senken. Dem selteneren Typ-1-Diabetes können Sie hingegen nicht vorbeugen.

Die meisten Typ-2-Diabetiker weisen eine Reihe typischer Veränderungen auf, die unter dem Begriff Metabolisches Syndrom oder "Wohlstandssyndrom" zusammengefasst sind. Dazu gehören:

  • Übergewicht, insbesondere am Bauch
  • Störungen des Fettstoffwechsels (hohes Cholesterin)
  • Bluthochdruck
  • Störungen im Zuckerstoffwechsel (zunächst Insulinresistenz, später Typ-2-Diabetes).

Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, beugt Übergewicht vor. Sport steigert nicht nur den Energieverbrauch, sondern verbessert auch die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin. Dabei müssen Sie keinesfalls zum Leistungssportler werden: Schon dreimal die Woche moderates Training reicht aus, um körperlich fit zu bleiben und lästige Pfunde loszuwerden. Ausdauersportarten sind besonders geeignet – insbesondere Schwimmen und Nordic Walking sind die reinsten Energie- und Blutzuckerfresser, weil besonders viele Muskeln gleichmäßig und ausdauernd bewegt werden.

Darüber spielt ist eine ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle, um das Idealgewicht zu halten und dauerhaft gesund zu bleiben.

Warnzeichen erkennen – rechtzeitig einschreiten

Insbesondere Typ-2-Diabetes verläuft zu Beginn häufig völlig beschwerdefrei, sodass er oftmals nur zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt wird. Viele Typ-2-Diabetiker haben so geringe Beschwerden, dass sie lange keine Veranlassung sehen, einen Arzt aufzusuchen. Umso wichtiger ist es, dass Sie auf mögliche Symptome achten, so zum Beispiel:

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich beobachten und keine Erklärung dafür haben, sollten Sie zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

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