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Stand: 30. April 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Am 4. Mai 2010 ist Welt-Asthma-Tag. Die Organisatoren des internationalen Aktionstags wollen dieses Jahr verstärkt auf die Atemwegserkrankung aufmerksam machen und über Asthma informieren. Denn immer mehr Menschen erkranken weltweit an dieser anfallartigen Verengung der Atemwege.
Allein in den letzten zehn Jahren hat die Anzahl der Asthmatiker sich verdoppelt. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind insgesamt 300 Millionen Menschen von Asthma betroffen – bis 2025 kommen möglicherweise bis zu 100 Millionen Neuerkrankungen hinzu. Vor allem bei Kindern steigt die Zahl der Asthma-Erkrankungen. In Deutschland leidet etwa jedes zehnte Kind und jeder zwanzigste Erwachsene an Asthma.
"You can control your asthma"
Das Motto des Welt-Asthma-Tags 2010 lautet "You can control your asthma", also "Asthmakontrolle ist möglich". Der Fokus des Welt-Asthma-Tags liegt in diesem Jahr auf den weitreichenden Folgen, die die wachsende Zahl an Asthma-Erkrankungen mit sich bringt. Denn nicht nur der Alltag der Betroffenen ist durch die Krankheit oftmals stark eingeschränkt und verschlechtert die Lebensqualität des Einzelnen. Die steigende Zahl an Erkrankungen belastet zunehmend auch das Gesundheitssystem.
Asthmakontrolle verbessern – Krankenhausaufenthalte verringern
Ein Anliegen der Organisatoren des Welt-Asthma-Tags ist es daher, dass Betroffene ihre Asthmakontrolle verbessern und somit seltener ins Krankhaus müssen. Auf diese Weise möchte die Initiative durch Asthma bedingte Krankenhausaufenthalte bis zum Jahr 2015 um die Hälfte verringern. Hat ein Patient sein Asthma gut unter Kontrolle, ist er weitestgehend beschwerdefrei. Asthmakontrolle liegt vor, wenn beim Betroffenen folgende Punkte zutreffen:
Eine gute Asthmakontrolle ist das Ziel jeder Asthma-Therapie. In einem Großteil der Fälle lässt sich die Asthmakontrolle mit dem richtigen Krankheitsmanagement auch erreichen. So ist es in der Regel möglich, Asthma schrittweise zu behandeln und letztlich Kontrolle über die Erkrankung zu erlangen. Ist das Asthma nicht unter Kontrolle, muss der Betroffene meist mehr Medikamente nehmen. Hat der Asthma-Patient seine Erkrankung dagegen auch über längere Zeit gut unter Kontrolle, sind nach und nach meist weniger Medikamente notwendig. Betroffene können dann ein fast normales und aktives Leben führen.
Wie lässt sich eine gute Asthmakontrolle erreichen? Der Betroffene und sein betreuender Arzt müssen Hand in Hand arbeiten – aktive Mitarbeit ist hier von beiden Seiten gefragt. Grundlegend für Asthmatiker ist zum einen, die verschriebenen Medikamente wie vorgeschrieben zu verwenden. Wer zudem die individuellen Asthma-Auslöser gut kennt, kann darauf achten, diese möglichst zu vermeiden. Löst Anstrengung die Asthma-Anfälle aus, kann es zum Beispiel sinnvoll sein, vor der körperlichen Belastung Medikamente einzunehmen, sofern der Arzt dies so empfohlen hat. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt sollten eingehalten werden, auch wenn man sich zu diesem Zeitpunkt vielleicht gar nicht durch das Asthma beeinträchtigt fühlt. Der Betroffene sollte sich zudem nicht scheuen, alle Fragen zu stellen, die ihn zum Asthma bewegen. Es ist wichtig, die Erkrankung gut zu verstehen und sich klar darüber zu sein, wann es nötig ist, Medikamente zu nehmen. Genauso wichtig: Wer die ersten Anzeichen eines bevorstehenden Asthma-Anfalls erkennt, kann schnell handeln. So kann jeder schlimmeren Beeinträchtigungen durch das Asthma gut vorbeugen.
Der Welt-Asthma-Tag wurde 1998 im Rahmen des ersten "World Asthma Meeting" in Barcelona ins Leben gerufen und findet seitdem an jedem ersten Dienstag im Mai statt. Der internationale Aktionstag wird von der "Global Intiative for Asthma" (GINA) organisiert. Diese Initiative wurde 1993 in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation sowie den US-amerikanischen "National Institutes of Health" (NIH) und dem "National Heart, Lung, and Blood Institute" (NHLBI) gegründet. GINA hat es sich zum Ziel gesetzt, auf die Atemwegserkrankung Asthma aufmerksam zu machen und dadurch weltweit eine bessere medizinische Versorgung der Betroffenen zu ermöglichen. Denn vor allem in Entwicklungsländern sterben weiterhin viele Menschen an Asthma.
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