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Herpesmittel

Wirkstoffgruppe || Quellen (Stand: 13. September 2007)

auch bezeichnet als:
Herpetika

Folgende Wirkstoffe sind der Wirkstoffgruppe
"Herpesmittel" zugeordnet

Anwendungsgebiete dieser Wirkstoffgruppe

Herpesmittel kommen bei Erkrankungen zum Einsatz, die durch Herpes-simplex-, Cytomegalie- oder Varicella-zoster-Viren ausgelöst werden.

Zu diesen Erkrankungen zählen beispielsweise der eher harmlose, aber häufige Lippenherpes (auch Fieberbläschen, Lippenbläschen oder Herpes labialis genannt) oder die gefährliche, dafür aber seltene Herpes-Enzephalitis, eine Entzündung des Gehirns.

Auch wiederholter Herpes an den Geschlechtsorganen oder die Gürtelrose, die auch als Zoster oder Herpes zoster bekannt ist, sowie die Zytomegalie, werden mit Herpesmitteln behandelt.

So wirken Herpesmittel

Herpesmittel können Erkrankungen durch Herpes-simplex-, Cytomegalie- und Varicella-zoster-Viren vorbeugen, die Symptome mildern und die Erkrankungsdauer verkürzen. Sie hemmen Enzyme wie die Virus-DNS-Polymerase, die für die Vermehrung der Viren notwendig sind. Folgende Unterschiede sind bei den einzelnen Wirkstoffen zu beachten:
  • Ganciclovir wird bei Erkrankungen durch Cytomegalie-Viren eingesetzt. Die Substanz ist im Vergleich zu Aciclovir weniger spezifisch und verursacht somit mehr Nebenwirkungen.
  • Aciclovir kann im Unterschied zu den anderen Wirkstoffen dieser Gruppe zusätzlich auch die Nervenschmerzen einer Gürtelrose verhindern. Verträgt ein Patient mit Gürtelrose Aciclovir nicht oder darf dieser Wirkstoff nicht angewendet werden, kann der Arzt auf Brivudin ausweichen. Achtung: Während einer Krebstherapie mit 5-Fluorouracil (5-FU) darf kein Brivudin eingenommen werden. Ein mehrwöchiger Abstand ist zwischen den Therapien einzuhalten.
  • Cremes mit Aciclovir, Penciclovir, Foscarnet oder den pflanzlichen Wirkstoffen der Melisse sind zur Therapie von Lippenherpes vorgesehen.
  • Famciclovir kann wie Aciclovir bei Herpes an den Geschlechtsorganen eingesetzt werden. Die Anwendung von Famciclovir ist jedoch bei Patienten unter 18 und über 50 Jahren verboten. Ebenso dürfen Patienten unter 25 Jahren, deren Immunsystem geschwächt oder medikamentös unterdrückt ist, die Substanz nicht erhalten. Wenn ein Patient mit einer erworbenen Immunschwäche an einer Erkrankung mit Aciclovir-resistenten Herpesviren leidet, kann der Arzt in der Klinik auf den Wirkstoff Foscarnet ausweichen.





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