Antidepressiva

Wirkstoffgruppe || Quellen (Stand: 25. September 2012)

auch bezeichnet als:
Mittel gegen Depressionen

Folgende Wirkstoffe sind der Wirkstoffgruppe "Antidepressiva" zugeordnet

Anwendungsgebiete dieser Wirkstoffgruppe

Antidepressiva sind, wie der Name besagt, Wirkstoffe, die gegen Depressionen eingesetzt werden. Unter diesen Begriff fallen Untergruppen wie die MAO-Hemmer, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer sowie tri- und tetrazyklische Antidepressiva.

Der ebenfalls gegen Depressionen wirksame Naturstoff Johanniskraut wird bei weniger schweren Verlaufsformen der Depression eingesetzt.

So wirken Antidepressiva

Alle Antidepressiva wirken durch ihren Einfluss auf Nervenbotenstoffe, die im Gehirn die Reizübermittlung bestimmen. Als Ursache von Depressionen und auch von Angststörungen gilt ein Mangel an diesen Botenstoffen, zu denen Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin zählen. Wird eine Nervenzelle elektrisch gereizt, setzt ihre Endigung zur Reizweiterleitung einen der Botenstoffe frei, der sich an spezielle Rezeptoren der nächsten Nervenzelle bindet. An dieser Nervenzelle lösen die Botenstoffe ein elektrisches Signal aus, das dann weitergleitet wird. Ist diese Aufgabe erfüllt, werden die Botenstoffe entweder wieder in die ausschüttende Nervenzelle aufgenommen (Reuptake) oder durch das Enzym Monoaminoxidase (MAO) abgebaut und unwirksam gemacht. Die Wirkstoffgruppe der MAO-Hemmer behindert das abbauende Enzym in seiner Aktivität. Tri- und tetrazyklische Andidepressiva, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer und selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer verhindern, dass die Botenstoffe wieder von der ausschüttende Nervenzelle aufgenommen werden. In geringerem Maße als die chemischen Stoffe vermag auch Johanniskraut die verfügbare Menge an Botenstoffen zu vermehren.




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