Vismodegib

Wirkstoff || Quellen (Stand: 24. Juni 2016)

auch bezeichnet als:
2-Chlor-N-(4-chlor-3-pyridin-2-ylphenyl)-4-methansulfonylbenzamid; Vismodegibum

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Vismodegib im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Vismodegib nicht verwendet werden?

Vismodegib darf nicht bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff und bei gleichzeitiger Anwendung von Johanniskraut (gegen Depressionen) eingesetzt werden.

Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung müssen vom Arzt regelmäßig auf Nebenwirkungen überwacht werden.

Während der Behandlung mit Vismodegib und noch 24 Monate nach der letzten eingenommenen Dosis darf kein Blut gespendet werden.

Der Wirkstoff darf nur von Ärzten eingesetzt werden, die erfahren in der Behandlung von Hautkrebserkrankungen sind.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Anwendung von Vismodegib bei Schwangeren kann zu schweren Missbildungen des ungeborenen Kindes führen. Deshalb ist während der Behandlung mit dem Wirkstoff und noch 24 Monate danach eine Schwangerschaft unbedingt zu vermeiden, wenn Vismodegib zum Einsatz kommen soll. Innerhalb von sieben Tagen vor Beginn der Behandlung ist ein negativer Schwangerschaftstest vorzuweisen, der unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wurde. Zusätzlich muss während der Behandlung monatlich ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden, auch wenn die Regelblutung ausgeblieben ist. Die Schwangerschaftsverhütung hat zugleich auf hormonellem Wege ("Pille") wie durch eine Barrieremethode (Kondom, Pessar) stattzufinden.

Da Vismodegib auch in die Muttermilch übergeht, darf eine behandelte Frau während und noch 24 Monate nach der Therapie nicht stillen.

Vismodegib ist auch im männlichen Samen enthalten. Daher stellt der ungeschützte Geschlechtsverkehr mit einer schwangeren Frau eine Gefährdung für das Ungeborene dar. Männer, die mit dem Wirkstoff behandelt werden, haben die Pflicht, den behandelnden Arzt zu informieren, wenn die Partnerin während ihrer Behandlung oder noch zwei Monate nach der letzten Dosis schwanger wird.

Desgleichen sollen männliche Patienten während der Behandlung mit dem Wirkstoff und noch zwei Monate nach der letzten Dosis keinen Samen spenden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Daher darf der Wirkstoff in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden. Vismodegib kann bei behandelten Kindern und Jugendlichen zu einem vorzeitigen Schluss der Wachstumsfugen an den Knochen und damit zu einem zu geringen Wachstum führen.




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