Ulipristal

Wirkstoff || Quellen (Stand: 08. Dezember 2017)

auch bezeichnet als:
11beta-[4-(Dimethylamino)phenyl]-17-hydroxy-19-norpregna-4,9-dien-3,20-dion; Ulipristalum

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Ulipristal im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Ulipristal nicht verwendet werden?

Die Anwendung von Ulipristal ist nicht erlaubt bei
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Blutugen aus den Geschlechtsteilen, die nicht aus Gebätmutterwand-Wucherungen stammen
  • Krebs der Gebärmutter, des Gebärmutterhalses oder Brustkrebs
  • schweren Leberfunktionsstörungen, da es dazu keine ausreichenden Studien gibt.
Hinweise:
Frauen mit schwerem und durch Glukokortikoide nicht ausreichend gebessertem Asthma sollten Ulipristal nur anwenden, wenn es der Arzt ausdrücklich befürwortet. Gleiches gilt für eine starke Funktionsstörung der Nieren.

Weil es an entsprechenden Studien fehlt, sollte der Wirkstoff bei Patientinnen mit mittlerer oder starker Leberfunktionsstörung nur eingesetzt werden, wenn der Arzt die Patientin sorgfältig überwachen kann.

Wird Ulipristal als "Pille danach" eingesetzt, müssen folgende weitere Fakten beachtet werden:
  • Die Verwendung sollte auf den Notfall beschränkt bleiben. Eine wiederholte Anwendung des Wirkstoffs innerhalb eines Regelzyklus ist zu vermeiden. In jedem Fall sollte der Arzt die betroffenen Frauen über Möglichkeiten einer planmäßigen Schwangerschaftsverhütung beraten.
  • Durch die Anwendung von Ulipristal wird der Eintritt einer Schwangerschaft nicht in jedem Fall verhindert. Über die Wirksamkeit nach mehr als 120 Stunden zurückliegendem ungeschützten Geschlechtsverkehr gibt es keine Studien. Im Zweifelsfall sollte bei einer Verzögerung der nachfolgenden Regelblutung um mehr als sieben Tage, bei abnormer Blutung zum Zeitpunkt der erwarteten Regel oder bei Zeichen einer möglichen Schwangerschaft immer ein Schwangerschaftstest gemacht werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Ulipristal darf nicht eingenommen werden, wenn eine Schwangerschaft bereits besteht. Zum Einfluss fehlerhaft eingenommenen Wirkstoffs auf die Gesundheit und Entwicklung von Ungeborenen und Neugeborenen laufen bisher noch Beobachtungsstudien, da die Tierversuche nicht aussagekräftig genug waren.

Es ist theoretisch möglich, dass Ulipristal bei Menschen oder Tieren in die Muttermilch übertritt. Ein Risiko für das gestillte Kind ist daher nicht auszuschließen. Nach Einnahme des Wirkstoffs wird empfohlen, das Stillen für mindestens 36 Stunden zu unterbrechen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Sicherheit und die Wirksamkeit von Ulipristal sind nur bei Frauen ab 18 Jahren durch Studien belegt. Jüngere Kinder und Jugendliche dürfen nicht mit dem Wirkstoff behandelt werden.




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