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Tretinoin

Wirkstoff || Quellen (Stand: 19. September 2012)

auch bezeichnet als:
(2E,4E,6E,8E)-3,7-Dimethyl-9-(2,6,6-trimethylcyclohex- 1-enyl)nona-2,4,6,8-tetraensäure; all-E-Retinsäure; Vitamin-A(A1)-Säure

So wirkt Tretinoin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Tretinoin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Aknemittel, äußerlich anzuwendende Aknemittel, zu welcher der Wirkstoff Tretinoin gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs: Tretinoin

Tretinoin wird als äußerlich anazuwendendes Aknemittel als Creme oder Lotion eingesetzt, um milde bis mäßig ausgeprägte Formen der Akne zu behandeln. Hierzu zählen:
  • Akne comedonica, die hauptsächlich im Gesicht auftritt und bei der die so genannten Mitesser das Krankheitsbild bestimmen.
  • Akne papulopustulosa, die von entzündlichen Hautveränderungen, wie Papeln (erhabene, gerötete Hautveränderungen, Pickel) und Pusteln (Eiterbläschen) geprägte ist.
Versucht werden kann eine Therapie mit Tretinoin auch bei Akne-Formen, die beispielsweise als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten. Allerdings ist ein Behandlungserfolg nicht gesichert.

In einem anderen therapeutischen Zusammenhang wird Tretinoin in Form von Kapseln angewendet:
In hoher Dosierung (10 Milligramm) wirkt Tretinoin sich positiv auf eine akute Promyelozytenleukämie, eine bestimmte Form der akuten myeloischen Leukämie (AML), aus. Durch eine Kombination von Zytostatika mit Tretinoin können im Vergleich zu einer alleinigen Zytostatikatherapie die Überlebenszeit verlängert, das Wiedererkrankungsrisiko gesenkt und deutlich höhere Heilungsraten (70 bis 80 Prozent) erreicht werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Tretinoin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Tretinoin

Tretinoin wird auch als Vitamin-A-Säure bezeichnet. Der Wirkstoff ist ein natürlich vorkommender Abkömmling des Vitamin A1 und auch im Blut des Menschen vorhanden. Er gehört zur Substanzgruppe der Retinoide, die sowohl die natürlich vorkommenden als auch die synthetisch hergestellten Abkömmlinge der Vitamin-A-Säure umfassen. Es wird als äußerlich anzuwendendes Anknemittel und Schälmittel der Haut eingesetzt.

Bei lokaler Anwendung auf der Haut reichert sich Tretinoin besonders gut in der Hornschicht an. Hier bewirkt es eine Verdünnung und Auflockerung der Hornschicht und regt die Zellneubildung in der Haut an. So wird der Verhornung der Talgdrüsenausgänge, die zu einem Verstopfen der Talgdrüsen führt, vorgebeugt. Der Talg kann jetzt besser abfließen und eine Infektion kann vermieden werden. Eine bereits bestehende Infektion der verstopften Talgdrüsen kann mit Tretinoin eingedämmt werden.

Tretinoin hat unter den Vitamin-A-Säure-Abkömmlingen (Retinoide) die stärkste hautschälende Wirkung, die auch nach längerer Behandlungsdauer unvermindert anhält. Die Behandlung der Akne mit Tretinoin führt daher auch langfristig zu guten kosmetischen Ergebnissen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet des Tretinoins ist die Promyelozytenleukämie. Bei innerlicher Anwendung von Tretinoin greift der Wirkstoff in den Zellstoffwechsel der entarteten Promyelozyten ein und stoppt deren unkontrolliertes Wachstum. Die Promyelozyten können sich wieder zu weißen Blutkörperchen entwickeln, die wichtig für die Immunabwehr sind. Durch die Kombination von Tretinoin mit Zytostatika kann unter Umständen eine komplette Rückbildung der Krankheit erreicht und der Patient geheilt werden.







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