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Temozolomid

Wirkstoff || Quellen (Stand: 19. Dezember 2013)

auch bezeichnet als:
3-Methyl-4-oxo-3,4-dihydroimidazo[5,1- d][1,2,3,5]tetrazin-8-carbamid; Temozolomidum

Welche Nebenwirkungen kann Temozolomid
haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Temozolomid. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die Nebenwirkungen unterscheiden sich in Art und Häufigkeit, je nachdem, bei welcher Krebsart Temozolomid eingesetzt und ob es einzeln oder in Kombination mit Bestrahlungen zur Anwendung kommt.

Glioblastoma multiforme, in Kombination mit Strahlentherapie
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Essensverweigerung, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen, Ausschlag, Haarausfall.

Häufige Nebenwirkungen:
Infektion, Lippenherpes, Wundinfektion, Schlundentzündung, Mundsoor, Blutbildstörungen (Blutplättchen-Mangel, Lymphozyten-Mangel, Weiße Blutkörperchen-Mangel), Blutzuckerüberschuss, Gewichtsverlust, Angst, Gefühlsschwankungen, Schlaflosigkeit, Zuckungen, Bewusstseinsverringerung, Schläfrigkeit, Sprachstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Verwirrtheit, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Nervenleiden, Missempfindungen in Armen und Beinen, Zittern, Verschwommensehen, Hörstörungen, Blutungen, Wassereinlagerungen ins Gewebe (Ödeme), Beinschwellungen, Atembeschwerden, Husten, Mundschleimhautentzündung, Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörung, Schluckstörung, Hautentzündung, trockene Haut, Hautrötung, Juckreiz, Muskelschwäche, Gelenkschmerzen, häufiges Wasserlassen, Harninkontinenz, allergische Reaktion, Fieber, Strahlenschädigung, Gesichtsschwellung, Schmerzen, Geschmacksveränderungen, Blut-Enzym-Wertveränderungen (ALAT-Erhöhung)

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Fieber (durch Neutrophilen-Mangel), Blutarmut, Aufschwemmung (Cushingoid), Blut-Kalium-Mangel, alkalische Phosphatase-Werterhöhung, Gewichtszunahme, Aufregung, Abstumpfung, Verhaltensstörungen, Depression, Wahnvorstellungen, Status epilepticus, unwillkürliche Bewegungen, Halbseitenlähmung, Gangstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Sprechfähigkeitsstörung, unormaler Gang, Schmerzüberempfindlichkeit, Schmerzempfindlichkeitsverminderung, Nervenerkrankungen, Nervenerkrankung in Armen und Beinen, Impotenz, Muskelerkrankungen, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Knochenschmerzen, Hautabschuppung, Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Hautverfärbungen, Lungenentzündung, Infektion der oberen Luftwege, Nasenschleimhautschwellung, Gehirnblutung, Bluthochdruck, Herzklopfen, Mittelohrentzündung, Ohrensausen, Überhörigkeit, Ohrenschmerzen, Halbseitenblindheit, Sehschärfeverminderung, Sehstörungen, Gesichtsfeldausfall, Augenschmerzen, Schwäche, Gesichtsrötung, Hitzewallungen, verschlechterter Allgemeinzustand, Muskelsteifigkeit, Zungenverfärbungen, Geruchssinnstörungen, Durst, Blut-Leber-Werterhöhung (Gamma-GT, ASAT).

Glioblastoma multiforme, bei Einzeltherapie
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Müdigkeit, Krampfanfälle, Essensverweigerung, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen, Ausschlag, Haarausfall.

Häufige Nebenwirkungen:
Infektion, Mundsoor, Fieber (durch Neutrophilen-Mangel), Blutplättchen-Mangel, Weiße Blutkörperchen-Mangel, Blutarmut, Gewichtsverlust, Angst, Gefühlsschwankungen, Schlaflosigkeit, Depression, Halbseitenlähmung, Sprachstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Schläfrigkeit, Schwindel, Verwirrtheit, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Spechfähigkeitsstörungen, Nervenleiden, Nervenerkrankung in Armen und Beinen, Missempfindungen in Armen und Beinen, Zittern, Gesichtsfeldausfall, Verschwommensehen, Doppeltsehen, Hörstörungen, Ohrensausen, Beinschwellungen, Blutungen, Venenverstopfungen (tiefe venöse Thrombosen), Atembeschwerden, Husten, Mundschleimhautentzündung, Durchfall, Verdauungsstörung, Schluckstörung, trockener Mund, trockene Haut, Juckreiz, Muskelschwäche, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Knochenschmerzen, Harninkontinenz, allergische Reaktion, Fieber, Strahlenschädigung, Gesichtsschwellungen, Schmerzen, Geschmacksveränderungen, Blut-Enzym-Wertveränderungen (GPT-Erhöhung).

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Lippenherpes, Gürtelrose, Grippe-ähnliche Beschwerden, Lymphozyten-Mangel, Unterhautblutungen, Aufschwemmung (Cushingoid), Blutzuckerüberschuss, Gewichtszunahme, Wahnvorstellungen, Gedächtnisverlust, Halbseitenlähmung, Koordinationsstörungen, unormaler Gang, Schmerzüberempfindlichkeit, Empfindungsstörungen, Sehschärfeverminderung, Augenschmerzen, trockene Augen, Taubheit, Schwindel, Ohrenschmerzen, Lungenembolie, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Wassereinlagerungen in Armen und Beinen, Lungenentzündung, Infektion der oberen Luftwege, Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Blähungen, Stuhlinkontinenz, Magen-Darm-Störungen, Magen-Darm-Entzündung, Hämorrhoiden, Hautrötung, Hautverfärbung, vermehrtes Schwitzen, Muskelerkrankungen, Rückenschmerzen, Störungen des Wasserlassens, Scheidenblutungen, Regelblutungsverstärkung, Regelblutungsfehlen, Scheidenentzündung, Brustdrüsenschmerzen, Schwäche, Gesichtsschwellungen, Schmerzen, verschlechterter Allgemeinzustand, Muskelsteifigkeit, Zahnerkrankungen, Geschmacksveränderungen.

Wiederkehrendes oder sich verschlechterndes Gliom
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Schwere Blutbildstörungen (Neutrophilen-Mangel, Lymphozyten-Mangel, Blutplättchenmangel), Essenverweigerung, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung, Müdigkeit.

Häufige Nebenwirkungen:
Gewichtsverlust, Schläfrigkeit, Schwindel, nervliche Missempfindungen, Atemnot, Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Ausschlag, Juckreiz, Haarausfall, Fieber, Schwäche, Muskelsteifigkeit, Unwohlsein, Schmerzen, Geschmacksstörungen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Mangel an allen Blutzellen, schwere Blutarmut, Weiße Blutkörperchen-Mangel.

Seltene Nebenwirkungen:
Zusätzliche Infektionen (einschließlich Pneumocystis carinii-Lungenentzündung).

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Schwere Hautreaktionen (Erythema multiforme), Hautrötung, Nesselsucht, Hautausschlag, allergische Reaktionen (bis zum Schock), Gefäßschwellungen.

Besonderheiten:
Patienten, die Temozolomid über längere Zeit erhalten, haben ein erhöhtes Risiko, an einer durch Pneumocystis carinii verursachten Lungenentzündung zu erkranken. Dies gilt besonders bei Kombination mit Bestrahlungen oder Glukokortikoiden. Treten im Verlauf der Therapie mit Temozolomid Atembeschwerden oder ein trockener Husten auf, sollte sofort ein Arzt befragt werden.

Gegen die mit der Therapie verbundene Übelkeit und Erbrechen können vor oder im Anschluss zur Gabe von Temozolomid Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen angewendet werden.

Das Blutbild muss schon vor der Therapie gewisse Grenzwerte an Neutrophilen Blutzellen und Blutplättchen aufweisen. Ein vollständiges Blutbild ist vom Arzt am 22. Tag oder innerhalb von 48 Stunden nach diesem Tag zu erheben sowie wöchentlich bis zur Normalisierung dieser Werte. Fallen die Zellzahlen weiter ab, ist die Dosierung ärztlich anzupassen.

Inzwischen sind Fälle von tödlichem Verlauf einer Leberschädigung durch Temozolomid aufgetreten. Der Leberschaden kann sich unter Umständen erst mehrere Wochen oder noch später nach Beginn der Behandlung (42 bis 77 Tage) oder nach deren Ende zeigen. Daher wird der Arzt die Leberwerte vor Behandlungsbeginn und nach jedem Behandlungszyklus sowie bei Patienten mit 42-tägigem Behandlungszyklus in der Mitte des Behandlungszyklus bestimmen. Weichen sie deutlich von der Norm ab, ist zu überlegen, ob die Therapie weitergeführt werden sollte.







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