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Tannin

Wirkstoff || Quellen (Stand: 25. April 2008)

auch bezeichnet als:
Acidum gallotannicum; Acidum tannicum; Gallotannin; Gallusgerbsäure; Gerbsäure; Tanninum

So wirkt Tannin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Tannin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Mittel gegen Durchfallerkrankungen, Entzündungshemmer, Gerbstoffe, zu welcher der Wirkstoff Tannin gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Tannin

Tannin wird bei Hauterkrankungen, leichten Verletzungen und Verbrennungen äußerlich angewendet. Kleine Blutgefäße, die oberflächlich verletzt sind, lassen sich durch Tannin verschließen. So kommt Tannin zum Beispiel bei Nasenbluten zur Anwendung. Auch lindert es Entzündungen in Mund und Rachen.

In einer Verbindung mit Albumin, einem speziellen Eiweiß, wird Tannin als Tanninalbuminat in Tabletten oder Kapselform bei Durchfall eingesetzt.

Tannin kommt in Weintrauben oder inm Holz und Rinde von Eichen und Kastanien vor. Der Wirkstoff wird außerdem von Akazien produziert, um mögliche Fressfeinde abzuschrecken. Tannine sind auch in schwarzem und grünem Tee sowie im Hopfen enthalten.

Bei der Herstellung von Tee, Kakao oder Wein gelangt Tannin als natürlicher Inhaltsstoff der Ausgangssubstanzen in diese Nahrungsmittel.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Tannin sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Tannin

    Tannine sind eine vom französischen Wort tanin, das heißt Gerbstoff, abgeleitete Gruppenbezeichnung verschiedener Säuren. Es wird üblicherweise aus den Gallen verschiedener Pflanzen gewonnen. Gallen sind kugelförmige Wucherungen ("Galläpfel"), die als Reaktion der Pflanzen auf die Einwirkung von Insekten entstehen. Das aus ihnen hergestellte Tannin ist eine Mischung von pflanzlichen Stoffen.

    Aufgrund ihrer chemischen Struktur können Tannine mit Eiweißen stabile, netzartige Verbindungen bilden. Auf Haut und Schleimhäuten wirkt das zusammenziehend (adstringierend). Auf diese Weise werden die obersten Zellschichten abgedichtet, es bildet sich eine Schutzschicht aus. Im Mund ist dies durch ein trockenes, herbes Gefühl spürbar. Das Absondern von Flüssigkeit verringert sich und kleinere Blutgefäße werden verschlossen.

    Im Darm werden zum einen bestimmte Enzyme (Eiweiße; regulieren den Wasser- und Mineralstoffhaushalt der Darmzellen) inaktiviert, andererseits wirkt Tannin auch gegen krankmachende Bakterien. Somit kommt es zur Linderung von Durchfall (Tannin eingesetzt als Mittel gegen Durchfallerkrankungen).


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