Tamoxifen

Wirkstoff || Quellen (Stand: 25. Oktober 2016)

auch bezeichnet als:
(Z)-2-[4-(1,2-Diphenyl-1-butenyl)phenoxy]-N,N-dimethylethylamin; Tamoxifenum; {(Z)-2-[4-(1,2-Diphenylbut-1-en-1-yl)phenoxy]ethyl}dimethylazan

Welche Wechselwirkungen zeigt Tamoxifen?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Hormonpräparate, besonders Östrogene, verursachen eine Wirkungsverminderung von Tamoxifen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Tamoxifen und dem Wirkstoff Letrozol, der die Bildung von Östrogenen verhindert (gehört zur Untergruppe der Aromatasehemmstoffe), war der Blutgehalt von Letrozol um 37% vermindert. Daher hat die Kombination beider Wirkstoffe keinen Sinn.

Zusammen mit Thrombozytenaggregationshemmern erhöht Tamoxifen die Blutungsgefahr. Gleiches gilt für die gleichzeitige Einnahme von Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ wie zum Beispiel Warfarin. Auch hier sollte eine sorgfältige ärztliche Überwachung der Blutgerinnung stattfinden.

Tamoxifen scheint das Risiko von Blutgefäßverstopfungen zu erhöhen. Eine gleichzeitige Behandlung mit Chemotherapeutika wie Antibiotika oder anderen Zytostatika verstärkt diese Häufigkeit.

Wirkstoffe, die das Enzym CYP2D6 hemmen, behindern auch die Wirkung von Tamoxifen. So nimmt der Blutgehalt des aktiven Umwandlungsproduktes Endoxifen um bis zu 75% ab. Die verminderte Wirksamkeit von Tamoxifen führt zu einer erhöhten Sterblichkeit der Krebspatientinnen. Die gleichzeitige Verabreichung von Antidepressiva der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (wie beispielsweise Paroxetin) oder anderer Antidepressiva wie Fluoxetin oder Bupropion, des Antiarrhythmikums Chinidin und Cinacalcet (bei Überfunktion der Nebenschilddrüsen) sollte möglichst vermieden werden. Im Falle der Antidepressiva kann der Arzt als Alternative Venlafaxin wählen, da es das Enzym nicht behindert.




Apotheken-Notdienst