Tamoxifen

Wirkstoff || Quellen (Stand: 25. Oktober 2016)

auch bezeichnet als:
(Z)-2-[4-(1,2-Diphenyl-1-butenyl)phenoxy]-N,N-dimethylethylamin; Tamoxifenum; {(Z)-2-[4-(1,2-Diphenylbut-1-en-1-yl)phenoxy]ethyl}dimethylazan

Welche Nebenwirkungen kann Tamoxifen haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Tamoxifen. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Hitzewallungen, Zyklusveränderungen, Regelblutungs-Unterdrückung, Ausfluss.

Häufige Nebenwirkungen:
Blutarmut (vorübergehend), Benommenheit, Kopfschmerzen, Sehstörungen (nur teilweise vorübergehend, durch Grauen Star, Hornhauttrübungen und/oder Netzhautschäden), Übelkeit, Hautausschlag, Haarausfall, Flüssigkeitsstau im Körper, Fettstoffwechselstörung (Blut-Triglycerid-Wertanstieg), Durchblutungsstörungen im Gehirn, Wadenkrämpfe, Blutgefäßverstopfungen (einschließlich tiefliegender Beinvenen und Lungenembolien), Knochenschmerzen (zu Therapiebeginn), Schmerzen an der Tumorstelle, Scheidenjucken, Scheidenblutung, Myom-Vergrößerung, Gewebsneubildung an der Gebärmutterschleimhaut (auch Endometriose und Endometrium-Polypen).

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Blutbildstörungen (Neutrophilen-Mangel, Weiße Blutkörperchen-Mangel, vorübergehender Blutplättchenmangel), Erbrechen, Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Kehlkopfschwellungen), Blut-Kalziumüberschuss (bei Patientinnen mit Knochenmetastasen, vor allem zu Beginn der Therapie), Schlaganfall, Leber-Enzym-Wertveränderung, Gebärmutterschleimhautkrebs.

Seltene Nebenwirkungen:
Sehnervschäden, Sehnerventzündung, Fettleber, Gallenstau, Leberentzündung, Gelbsucht, Eierstock-Zyste, Gebärmutterkrebs.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Neutrophilen-Mangel (schwer), Mangel an allen Blutzellen, Erblindung, Lungenentzündung, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Hautblasenkrankheit (bullöser Pemphigus), schwerer Blut-Triglycerid-Überschuss (teilweise dadurch Bauchspeicheldrüsenentzündung).

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
Fehlen von Granulozyten, Hautblutgefäß-Entzündung.

Besonderheiten:
Das Risiko für die Entwicklung von Grauem Star steigt mit der Dauer der Tamoxifeneinnahme.

Die Häufigkeit von Verstopfungen der Venen ist besonders bei gleichzeitiger Chemotherapie erhöht.

Aktuellen Erkenntnissen zufolge steigt mit zunehmender Dauer einer Behandlung mit Tamoxifen das Risiko einer Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut auf das Zwei- bis Vierfache, verglichen mit Frauen, die kein Tamoxifen erhalten.

Hitzewallungen und andere Nebenwirkungen wie beispielsweise Zyklusstörungen sind zum Teil auf die Effekte des Tamoxifens zurückzuführen, das wie erwünscht die Wirkung des weiblichen Sexualhormons Östrogen unterdrückt.




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