Sildenafil

Wirkstoff || Quellen (Stand: 31. Juli 2014)

auch bezeichnet als:
1-{[3-(1-Methyl-7-oxo-3-propyl-6,7-dihydro-1H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl)-4-ethoxyphenyl]sulfonyl}-4-methylpiperazin; Sildenafilum

So wirkt Sildenafil

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Sildenafil. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen durchblutungsfördernde Mittel, Potenzmittel, Phosphodiesterasehemmer, zu welcher der Wirkstoff Sildenafil gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Sildenafil

Sildenafil wird zur Behandlung von Impotenz (erektiler Dysfunktion) eingesetzt und dient dazu Erektionsstörungen zu verringern. Der Wirkstoff hat keine luststeigernde Wirkung und führt nicht "automatisch" zu einer Erektion, sondern verbessert die Fähigkeit, auf eine sexuelle Erregung mit einer Erektion zu reagieren. Sildenafil wird dazu als Tablette etwa eine halbe bis eine Stunde vor einem beabsichtigten Geschlechtsverkehr eingenommen.

Die Diagnose der Impotenz kann nur von einem Arzt durch Befragung und gründliche körperliche Untersuchung des Patienten gestellt werden. Vor Anwendung des Wirkstoffs müssen der Zustand des Herz-Kreislauf-Systems und der Blutgefäße sorgfältig ärztlich geprüft werden.

Aufgrund seiner gefäßerweiternden Wirkung kann Sildenafil auch zur Behandlung von Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie) verabreicht werden. Für dieses Anwendungsgebiet ist der Wirkstoff in Deutschland seit Januar 2006 zugelassen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Sildenafil sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Sildenafil

Der Wirkstoff ist ein Mittel gegen erektile Dysfunktion und wird der Gruppe der Phosphodiesterasehemmer zugerechnet.

Sildenafil blockiert das Enzym Phosphodiesterase-5 und ermöglicht dadurch, dass Blut in die Schwellkörper des Penis einströmen und eine Erektion entstehen kann. Als Anfangsdosis werden 25 Milligramm Sildenafil empfohlen. Die Maximaldosis beträgt 100 Milligramm des Wirkstoffs, der höchstens einmal täglich angewendet werden darf.

Seit Januar 2006 ist Sildenafil aufgrund seiner gefäßerweiternden Wirkung auch zur Behandlung von Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie) zugelassen. Bei der pulmonalen Hypertonie (PH) sind die Blutgefäße der Lunge verengt, wodurch der Blutdruck in den Lungengefäßen zwischen rechter und linker Herzkammer ansteigt. Dies führt zu einer Durchblutungsstörung der Lunge, zu einer verschlechterten Sauerstoffaufnahme und zu einer zunehmenden Überlastung der rechten Herzkammer bis hin zum Herzversagen.

Bei der Therapie des Lungenhochdrucks bewirkt der Wirkstoff eine Entspannung der Blutgefäße in der Lunge. Dies verbessert die Durchblutung und steigert die Sauerstoffaufnahme.




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