Ropinirol

Wirkstoff || Quellen (Stand: 07. Februar 2013)

auch bezeichnet als:
4-[2-(Dipropylamino)ethyl]indolin-2-on; Ropinirolum

Welche Wechselwirkungen zeigt Ropinirol?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Mitteln zur Behandlung der Parkinson-Krankheit wie zum Beispiel den Dopaminagonisten Selegilin oder Amantadin wird deren Wirkung verstärkt. Eventuell muss die Dosis der anderen Anti-Parkinson-Mittel angepasst werden. Insbesondere bei Selegilin darf die Tagesdosis von maximal zehn Milligramm nicht überschritten werden.

Bei Mitteln gegen übermäßige Magensäure wie Cimetidin kann sich bei gleichzeitiger Gabe die nierenschädigende Wirkung dieser Wirkstoffe erhöhen.

Die Wirkstoffe Dopamin, Noradrenalin oder Adrenalin, Antidepressiva wie Desipramin, Maprotilin, Venlafaxin, Kreislaufmittel und blutdrucksenkende Wirkstoffe (Antihypertensiva) sollten zusammen mit Ropinirol nur mit ärztlicher Vorsicht und unter seiner Beobachtung angewendet werden.

Bekommen Patienten bereits blutverdünnende Wirkstoffe wie Warfarin, sollte die Blutungszeit unter zusätzlicher Ropinirol-Therapie sorgfältig vom Arzt kontrolliert werden.

Eisenpräparate dürfen nur in einem Abstand von mindestens zwei Stunden von einer Ropinirol-Gabe eingenommen werden. Sonst kann es zu einer Wirkungsabschwächung des Parkinsonmittels durch Eisenkomplexe kommen.

Die gleichzeitige Gabe von Östrogenen (bei Einnahme der "Pille" oder einer Hormontherapie in den Wechseljahren) kann die Wirkung von Ropinirol verstärken. Falls die Hormontherapie weitergeführt werden muss, wird der Arzt die Ropinirol-Dosis anpassen.

Das Magenmittel Domperidon lindert gegebenenfalls auftretende Übelkeit. Hingegen sollten Metoclopramid (auch gegen Übelkeit), genau wie Neuroleptika und andere im Gehirn wirksame Dopamin-Antagonisten (beispielsweise Sulpirid) nicht während der Ropinirol-Behandlung verwendet werden, weil sie die Wirksamkeit des letzteren vermindern.

Wirkstoffe wie die Antibiotika Ciprofloxacin, Enoxacin oder Fluvoxamin behindern den Abbau von Ropinirol im Körper. Bei Kombination der Wirkstoffe muss der Arzt daher die Ropinirol-Dosierung anpassen. Gleiches gilt bei Ende der Antibiotika-Therapie.

Rauchen beschleunigt den Abbau von Ropinirol und vermindert dessen Wirkung. Daher kann bei Patienten, die während der Behandlung mit Ropinirol mit dem Rauchen anfangen oder aufhören, eine Dosisanpassung durch den Arzt erforderlich sein.




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