Ropinirol

Wirkstoff || Quellen (Stand: 07. Februar 2013)

auch bezeichnet als:
4-[2-(Dipropylamino)ethyl]indolin-2-on; Ropinirolum

Welche Nebenwirkungen kann Ropinirol haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Ropinirol. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die Nebenwirkungen unterscheiden sich je nach Anwendungsgebiet in Art und Häufigkeit ihres Auftretens:

Parkinson-Krankheit
Häufige Nebenwirkungen:
Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen, Schwindel, unwillkürliche Bewegungen, Benommenheit, Übelkeit, Verstopfung, Wassereinlagerungen in den Beinen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Blutdruckerniedrigung, plötzliches Einschlafen.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Verschlechterung von Dyskinesien, niedriger Blutdruck.

Besonderheiten:
Während einer Therapie mit Ropinirol als Einzelwirkstoff können Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall, Ohnmachtsneigung, Schläfrigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Sodbrennen, Wassereinlagerungen in den Beinen und Leberreizungen (Anstieg der Leberenzyme) auftreten.

Während einer Therapie mit dem Wirkstoff Ropinirol in Kombination mit Levodopa können Nebenwirkungen wie Übelkeit, unkontrollierbare Bewegungen (Dyskinesien), Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Blutdruckabfall, Leberreizungen sowie extreme Tagesmüdigkeit mit plötzlichem Einschlafen vorkommen.

Aufgrund der massenhaften Anwendung haben sich zusätzliche Nebenwirkungen von Ropirinol wie gesteigerte Geschlechtslust (Libido) und krankhafte Spielsucht gezeigt. Die Häufigkeit dieser möglichen Nebenwirkungen wurde allerdings nicht eindeutig festgestellt.

Krankheitsbild der unruhigen Beine
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Bewegungsstörungen, übermäßige Schläfrigkeit, Übelkeit.

Häufige Nebenwirkungen:
Nervosität, Ohnmacht, Schwindel, Wahnvorstellungen, Verwirrtheit, Beinschwellungen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Sodbrennen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Verwirrtheit, Blutdruckabfall bei Körperlageveränderung, niedriger Blutdruck, Libido-Steigerung.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Überempfindlichkeit, Delirium, Verfolgungswahn.

Besonderheiten:
Patienten mit schwerwiegenden seelischen Störungen sollten nur mit Ropinirol behandelt werden, wenn der Arzt den möglichen Nutzen über das Risiko stellt. Möglicherweise treten die Antriebskontrollstörungen, einschließlich krankhafter Spielsucht und Übersexualität sowie Steigerung der Libido, wie sie bei Parkinson-Patienten beobachtet wurden, können auch bei der Behandlung der unruhigen Beine auftreten. Diese Störungen sind insbesondere bei hohen Dosen und bei zwanghaftem Verhalten in der Vorgeschichte zu erwarten. Die Patienten sollten vom Arzt und ihren Angehörigen regelmäßig hinsichtlich Verhaltensauffälligkeiten wie krankhafte Spielsucht, krankhaft gesteigerter Geschlechtsdrang, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang beobachtet werden. Wenn solche Symptome auftreten, sollte die Behandlung möglicherweise geändert werden.

Bei Parkinson wurde Ropinirol gelegentlich mit übermäßiger Schläfrigkeit und plötzlichem Einschlafen in Verbindung gebracht. Beim Restless-Legs-Syndrom tritt dies sehr selten auf. Dennoch müssen die Patienten vorsichtig sein, wenn sie während der Behandlung mit Ropinirol ein Kraftfahrzeug führen oder eine Maschine bedienen. Patienten, bei denen übermäßige Schläfrigkeit und/oder plötzliches Einschlafen aufgetreten ist, dürfen kein Kraftfahrzeug führen oder eine Maschine bedienen. Gegebenenfalls muss der Arzt die Dosierung vermindern oder die Behandlung abbrechen.




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