Anzeige

Anzeige

Risperidon

Wirkstoff || Quellen (Stand: 12. Februar 2016)

auch bezeichnet als:
3-{2-[4-(6-Fluor-1,2-benzisoxazol-3- yl)piperidino]ethyl}-6,7,8,9-tetrahydro-2-methyl-4H- pyridol[1,2-a]pyrimidin-4-on; Risperidonum

Welche Nebenwirkungen kann Risperidon
haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Risperidon. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Parkinson-ähnliches Zittern, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit.

Häufige Nebenwirkungen:
Blut-Prolaktin-Werterhöhung, Gewichtszunahme, Herzrasen, Unruhe, Schwindel, Zittern, Verstimmung, Schläfrigkeit, Dämmerschlaf, Antriebslosigkeit, unwillkürliche Bewegungen, Verschwommensehen, Atembeschwerden, Nasenbluten, Husten, verstopfte Nase, Rachen- und Kehlkopfschmerz, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Bauchschmerz, Verdauungsstörung, trockener Mund, Magenbeschwerden, Einnässen, Hautausschlag, Hautrötung, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Gliederschmerz, Appetitverstärkung, Appetitverminderung, Lungenentzündung, Grippe, Bronchitis, Infektion der oberen Atemwege, Harnwegsinfektion, Fieberanfall, Ermüdung, Wassereinlagerungen in Armen und Beinen, Schwäche, Brustschmerz, Angst, Aufregung, Schlafstörungen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
EKG-Veränderungen (beispielsweise QT-Verlängerung), Blutzucker-Erhöhung, Blut-Enzym-Werterhöhung (Transaminasen), Blutbildveränderungen (Weiße Blutkörperchen-Verminderung, Eosinophile erhöht, Blutplättchen-Mangel), Hämoglobin-Werterniedrigung, Blut-Kreatinphosphokinase-Erhöhung, Herzrhythmusstörungen (AV-Block, Schenkelblock, Vorhofflimmern, Sinusbradykardie), Herzklopfen, Blutarmut, fehlende Reaktion auf Reize, Bewusstseinsverlust, Ohnmacht, Bewusstseinsverminderung, Hirnfunktionsstörung, vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn, Sprechstörung, Aufmerksamkeitsstörung, erhöhtes Schlafbedürfnis, Haltungsschwindel, Gleichgewichtsstörung, Bewegungsverzögerung, Sprachstörung, fehlgesteuerte Bewegungen, Schmerzunempfindlichkeit, Bindehautentzündung, Augenrötung, Augenausfluss, Augenschwellung, trockenes Auge, Tränensekretion verstärkt, Lichtscheu, Ohrenschmerzen, Ohrensausen, Keuchen, Lungenentzündung (durch Einatmen von Nahrung), Lungenstauung, Atemfunktionsstörung, Lungenrasseln, Atemwegsverengung, Stimmstörung, Schluckstörung, Magenschleimhautentzündung, Stuhlinkontinenz, Kotstau, Harnverhaltung, Harninkontinenz, Harnfluss, Gesichtsschwellung, Hautverletzungen, Hauterkrankungen, Juckreiz, Akne, Hautverfärbung, Haarausfall, schuppige Hautentzündung, trockene Haut, überschießende Hornhautbildung, Muskelschwäche, Muskelschmerz, Nackenschmerzen, Gelenkschwellungen, Haltungsstörungen, Gliedersteifigkeit, Brustmuskelschmerz, Essensverweigerung, vermehrter Durst, Nasennebenhöhlenentzündung, Virusinfektion, Ohrinfektion, Mandelentzündung, Hautentzündung, Mittelohrentzündung, Augeninfektion, örtliche Infektion, Hautentzündung an den Körperenden, Atemwegsinfektion, Blasenentzündung, Nagelpilzerkrankung, niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall bei Körperlageveränderung, Gesichtsrötung, Gesichtsschwellung, Gangstörung, Gefühlsveränderungen, Schwerfälligkeit, Grippe-artige Erkrankung, Durst, Brustkorbbeschwerden, Schüttelfrost, Überempfindlichkeit, Regelblutungsausfall, Sexualfunktionsstörungen, Erektionsstörungen, Ejakulationsstörung, krankhafter Milchfluss, Brustschwellung, Regelblutungsstörung, Scheidenausfluss, Verwirrtheitszustand, Übersteigerung, Libido-Verminderung, Teilnahmslosigkeit, Nervosität.

Seltene Nebenwirkungen:
Körpertemperaturabsinken, Granulozyten-Mangel, malignes neuroleptisches Syndrom, diabetisches Koma, Gehirnerkrankung, Durchblutungsstörung im Gehirn, Bewegungsstörung, Sehschärfeverminderung, Augenrollen, Grüner Star, Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe-Syndrom), Hecheln, Darmverschluss, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Lippenschwellung, Lippenentzündung, Schuppen, Muskelauflösung, überschießende Ausschüttung an antidiuretischem Hormon (ADH), Mittelohrentzündung (chronisch), allgemeine Körperschwellungen, zu niedrige Körpertemperatur, Arzneimittel-Entzugsbeschwerden, Kältegefühl (Arme, Hände, Füße), Arzneimittelüberempfindlichkeit, Gelbsucht.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Körperübersäuerung (diabetisch).

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
Granulozyten-Fehlen, Überwässerung des Körpers, allergische Reaktion, Penisdauersteifigkeit, Venenverstopfungen (auch Lungenembolie).

Besonderheiten:
Es können Symptome einer Parkinson-Krankheit wie Zuckungen und Tics, passiver Muskelwiderstand (Rigor), starkes Zittern (Tremor), vermehrter Speichelfluss, Unfähigkeit, still zu sitzen (Akathisie), auftreten. Diese Nebenwirkungen sind meist gering ausgeprägt. Treten sie jedoch stark in Erscheinung, kann ihnen durch Dosisverminderung oder durch Mittel zur Behandlung der Parkinsonkrankheit entgegengewirkt werden.

Ein malignes neuroleptisches Syndrom (gekennzeichnet durch Muskelstarre, hohes Fieber, Bewusstseinstrübung und Kreislaufkollaps) kann auftreten. Betroffen sind vorwiegend junge Menschen und Parkinson-Patienten. In diesem Fall muss die Behandlung unverzüglich abgebrochen werden.

Bei älteren Parkinson-Patienten oder Demenz-Kranken kommt es unter Risperidon-Behandlung gehäuft zu Störungen der Bewegungssteuerung (erhöhtes Sturz-Risiko), zu Verwirrtheit und Abstumpfung.

Besonders bei älteren Personen mit Demenz, Bluthochdruck, arteriellen Durchblutungsstörungen und schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten unter Risperidon-Therapie vermehrt Schlaganfälle auf und die Sterblichkeitsrate ist erhöht.

Risperidon kann während Operationen zum Ersatz getrübter Linsen im Auge (Staroperation) zu Komplikationen führen, da es den Halteapparat der Iris schwächt. So kann es zu Pupillenverengungen oder auch Irisvorfall kommen.






Anzeige