Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Risperidon

Wirkstoff || Quellen (Stand: 12. September 2013)

auch bezeichnet als:
3-{2-[4-(6-Fluor-1,2-benzisoxazol-3- yl)piperidino]ethyl}-6,7,8,9-tetrahydro-2-methyl-4H- pyridol[1,2-a]pyrimidin-4-on; Risperidonum

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Risperidon im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Risperidon nicht verwendet
werden?

Der Wirkstoff darf nicht eingesetzt werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen Risperidon
  • erhöhter Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut, die nicht durch die Gabe von Medikamenten bedingt ist. Eine mögliche Ursache für eine gesteigerte Prolaktin-Konzentration ist ein Tumor der Hirnanhangsdrüse. Anzeichen dafür sind ein Spannungsgefühl in der Brust und eine Brustvergrößerung, eventuell mit krankhafter Milchabsonderung.
Der Wirkstoff darf nur nach einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt und unter seiner sorgfältigen Kontrolle angewendet werden bei Patienten mit
  • Demenz wegen Hinweisen auf eine erhöhte Sterberate
  • zu niedrigem Blutdruck
  • Blutzucker-Überschuss (Hyperglykämie)
  • gestörter Nierenfunktion
  • eingeschränkter Leberfunktion
  • Störung der Blutbildung im Knochenmark
  • Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Epilepsien oder einer Neigung zu Krampfanfällen
  • Parkinson-Krankheit
  • Herzrhythmusstörungen
  • schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Tumoren, deren Wachstum durch das Hormon Prolaktin gefördert wird (zum Beispiel Brustkrebs).

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Der Wirkstoff sollte während Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingesetzt werden, weil die Unbedenklichkeit der Anwendung für Mutter und Kind nicht nachgewiesen ist. Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie daher empfängnisverhütende Maßnahmen treffen.

Mütter, die im letzten Schwangerschaftsdrittel den Wirkstoff einnehmen, gefährden ihre Neugeborenen durch Nebenwirkungen wie Bewegungsstörungen und Entzugserscheinungen. Diese können sich in Aufregung, Muskelverspannungen oder -schlaffheit, Zittern, Schläfrigkeit, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme äußern. Solche Neugeborene müssen sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder und Jugendliche mit Psychosen wie Persönlichkeitsspaltung (Schizophrenie) oder Phasen der Übersteigerung (Manie) im Rahmen einer Depression dürfen erst ab einem Alter von 18 Jahren mit Risperidon behandelt werden.

Bei Verhaltensstörungen darf Risperidon ab einem Alter von fünf Jahren eingesetzt werden. Allerdings muss der Arzt die Behandlung mit einer niedrigen Dosis (O,5 Millgiramm) beginnen, die nur langsam gesteigert werden darf. Für die Dauerbehandlung ist die niedrigstmögliche Dosis zu wählen.

Die medikamentöse Behandlung sollte stets von einer sozialpsychiatrischen (Familien-)Therapie begleitet werden. Wie bei allen Behandlungen, die nur die Beschwerden mildern, muss die dauerhafte Anwendung von Risperidon fortwährend vom Arzt beurteilt und begründet werden.

Bevor Risperidon für Kinder oder Jugendliche mit Verhaltensstörung verschrieben wird, wird sie der Arzt vollständig auf körperliche und soziale Hintergründe des aggressiven Verhaltens wie Schmerzen oder ungünstige Belastungen aus dem Umfeld beurteilen. Der müde machende Effekt von Risperidon kann sich bei dieser Patientengruppe möglicherweise auf die Lernfähigkeit auswirken. Ein Wechsel des Einnahmezeitpunktes kann dann den Einfluss auf die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen verbessern.

Für die Behandlung von Kindern unter fünf Jahren darf Risperidon nicht angewendet werden.







Anzeige