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Prednisolon

Wirkstoff || Quellen (Stand: 17. Oktober 2013)

auch bezeichnet als:
1,2-Dehydrocortisol; 11alpha,17,21-Trihydroxy-1,4-pregnadien-3,20-dion; Deltacortisol; Prednisolonum

Welche Nebenwirkungen kann Prednisolon
haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Prednisolon. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei länger dauernder innerlicher Anwendung (über 14 Tage) von Prednisolon sind ab einer Dosierung von 7,5 Milligramm immer unerwünschte Wirkungen in unterschiedlicher Ausprägung zu erwarten. Einzige Ausnahme ist die Ausgleichsbehandlung (Substitution) von fehlendem körpereigenem Hydrocortison bei Störung der Nebennierenrinden-Funktion.

Häufige Nebenwirkungen
Kurzzeit-Behandlung (hochdosiert, als Injektion):
Infektionen.

Seltene Nebenwirkungen
Innerliche Langzeit-Behandlung:
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Hautausschlag, Brennen und Juckreiz.

Örtliche Anwendung am Zahnfleisch:
allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.

Örtliche Anwendung auf der Haut:
allergische Hautreaktionen.

Anwendung am After und im Enddarm:
Brennen und Juckreiz an Haut-Schleimhaut-Übergängen, oberflächliche Magenschleimhaut-Blutungen.

Sehr seltene Nebenwirkungen und Einzelfälle
Kurzzeit-Behandlung (hochdosiert, als Injektion):
allergische Reaktionen bis zum Schock.

örtliche Anwendung am Zahnfleisch:
allergischer Schock.

Anwendung an After oder Enddarm:
Herzrhythmusstörungen.

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit
Innerliche Kurzzeit-Behandlung:
Knochenmasse-Verlust.

Innerliche Langzeit-Behandlung:
Nebennierenrindenfunktionsstörung mit Cushing-Syndrom (Vollmond-Gesicht, Fettsucht des Körperstamms), Wachstumsverzögerungen (bei Kindern), Sexualhormonstörungen (ausbleibende Regelblutung, Überbehaarung, Impotenz), Körpersalzzurückhaltung mit Bindegewebswassereinlagerung, vermehrte Kaliumausscheidung, Gewichtszunahme, Glukosestoffwechselstörung, Auftreten von Zuckerkrankheit, erhöhtes Blutcholesterin, erhöhte Blutfettwerte, rote Hautstreifen, Gewebeschwund, Gefäßzeichnung durch die Haut, Steroid-Akne, verzögerte Wundheilung, um den Mund herum lokalisierte Hautentzündung, Änderungen der Hautfärbung, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Arzneimittelausschlag mit Hautrötung und Juckreiz, Muskelschwund, Muskelschwäche, Osteoporose, Knochenabsterben (Kopf des Oberarm- und Oberschenkel-Knochens), Depressionen, Gereiztheit, Hochstimmung, Antriebssteigerung, Appetitsteigerung, Psychosen, durch eine entzündliche Schwellung vorgetäuschte Tumorbildung im Gehirn (insbesondere bei Kindern), Auftreten vorhandener Epilepsie, Erhöhung der Anfallsbereitschaft, Magen-Darm-Geschwüre, Magen-Darm-Blutungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bluthochdruck, Arteriosklerose-Risikoerhöhung, Risikoerhöhung von Gefäßverstopfungen (Thrombosen), Blutgefäßentzündung (auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie), mäßige Erhöhung der weißen Blutkörperchen, Blutbildveränderungen der roten und weißen Blutkörperchen, Immunabwehrschwächung, Überdecken von allgemeinen Infektionen, Ausbreitung vorhandener Infektionen, Allergien, Linsentrübung (grauer Star), Glaukom (Grüner Star), Netzhauterkrankung.

Bei schneller Injektion hoher Dosen in die Vene:
Jucken oder Brennen im Damm-Bereich.

Längere örtliche Anwendung am Auge:
Augeninnendruckanstieg mit möglicher Glaukom-Bildung (empfindliche Patienten), Linsentrübung (grauer Star, Katarakt), Augeninfektionen, Infektionsverschlimmerung, Infektionsverschleierung, Hornhautdruchbruch (bei Erkrankungen, die eine Verdünnung der Hornhaut oder Augenhaut verursachen).

Örtliche Anwendung am Zahnfleisch:
örtliche Überempfindlichkeitsreaktionen.

Örtliche Langzeit-Anwendung auf der Haut:
Hautabbau, Blutgefäßabzeichnung, Streifenbildung, Steroid-Akne, Hautentzündung rund um den Mund, Überbehaarung.

Einspritzung in Gelenke und Muskeln:
schwerwiegender Gewebsabbau am Injektionsort (Knochenabsterben, Einschmelzung von Muskel- und Bindegewebe).

Besonderheiten:
Alle Glukokortikoide, also auch Prednisolon, können die Aufnahme von Jod in den Körper und die Speicherung desselben in der Schilddrüse verringern. Während längerfristiger Anwendung des Wirkstoffes sind daher die Schilddrüsenwerte ärtlich zu überwachen.

Bei zu schneller Dosisverminderung nach langdauernder Prednisolon-Behandlung kann es zu Beschwerden wie Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen kommen.







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