Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Phenytoin

Wirkstoff || Quellen (Stand: 26. April 2012)

auch bezeichnet als:
5,5-Diphenyl-2,4-imidazolidindion; Diphenylhydantoin; Phenantoin; Phenytoinum

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Phenytoin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Phenytoin nicht verwendet
werden?

Der Wirkstoff darf bei Überempfindlichkeit gegen Phenytoin beziehungsweise chemisch verwandte Wirkstoffe (sogenannte Hydantoine) nicht angewendet werden.

Phenytoin darf nicht eingesetzt werden, wenn der Patient die Krebsmittel Fluorouracil, Tegafur und Capecitabin, dem Pilzmittel Flucytosin oder andere Wirkstoffen aus der Gruppe der Fluoropyrimidine einnimmt.

Aufgrund seiner starken Wirkung auf das Herz darf Phenytoin bei schweren Herzerkrankungen wie Erregungsleitungsstörungen am Herzen (AV-Block II. und III. Grades), dem sogenannten Sick-Sinus-Syndrom und stark eingeschränkter Herzleistung sowie innerhalb der ersten drei Monate nach einem Herzinfarkt nicht eingesetzt werden. Dies gilt auch bei schweren Schädigungen der Blutzellen und des Knochenmarks.

Nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung und bei regelmäßiger Kontrolle der Herzfunktion darf Phenytoin verabreicht werden bei leichteren Herzerkrankungen wie Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz), stark verlangsamter Pulsfrequenz (Bradykardie unter 50 Schläge pro Minute), Erregungsleitungsstörungen am Herzen (AV-Block I. Grades), bestimmten Herzrhythmusstörungen (sinuatrialer Block) sowie Vorhofflimmern und Vorhofflattern.

Bei Personen, die von Thailändern oder Han-Chinesen abstammen und eine bestimmte Erbgut-Variante haben (HLA-B*1502), löst Phenytoin eine schwere Hautreaktion (Stevens-Johnson-Syndrom) aus. Solchen Patienten darf der Arzt den Wirkstoff nur verordnen, wenn es keine andere Möglichkeit der Behandlung gibt.

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist ebenfalls erforderlich bei Patienten mit stark eingeschränkter Lungenfunktion (pulmonale Insuffizienz) oder einem erheblich erniedrigten Blutdruck mit einem Systolenwert unter 90 mmHg.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Frauen im gebärfähigen Alter sollten unbedingt auf die Notwendigkeit von Planung und Überwachung einer möglichen Schwangerschaft vom behandelnden Arzt hingewiesen werden.

Schwangere sollten nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung mit Phenytoin behandelt werden. Wenn eine Behandlung in der Schwangerschaft erforderlich ist, sollte sie mit der niedrigsten therapeutisch wirksamen Dosierung und nicht in Kombination mit weiteren Antiepileptika durchgeführt werden. Dies ist besonders zwischen dem 20. und 40. Schwangerschaftstag sehr wichtig. Die täglich anzuwendende Dosis sollte dabei auf mehrere kleine Dosen verteilt werden.
Eine Kombination mit anderen Antiepileptika und Wirkstoffen sollte während dieser Zeit vermieden werden, da sich das Risiko einer Fehlbildung bei einer Kombinationstherapie erhöht.

Wird während einer Schwangerschaft Phenytoin eingesetzt, so kann die Gabe von Folsäure vor Beginn und während der Schwangerschaft sinnvoll sein. Zur Vermeidung von Blutungskomplikationen bei Neugeborenen wird die vorbeugende Gabe von Vitamin K1 in den letzten Wochen der Schwangerschaft an die Mutter beziehungsweise anschließend an das Neugeborene empfohlen.

Phenytoin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Ein Abstillen ist deshalb aber in der Regel nicht unbedingt erforderlich. Jedoch sollte der Säugling auf fehlende Gewichtszunahme und überhöhtes Schlafbedürfnis hin ärztlich überwacht werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Phenytoin kann zur Behandlung von Epilepsien bereits bei Säuglingen in einer entsprechend geringen Dosierung angewendet werden. Es ist aber zu beachten, dass Phenytoin beim kindlichen Fieber-Krampf nicht wirksam ist.

Zur Behandlung von Nervenschmerzen wird Phenytoin nur bei Erwachsenen und Kindern ab zwölf Jahren, nicht aber bei kleineren Kindern eingesetzt.







Anzeige