Paclitaxel

Wirkstoff || Quellen (Stand: 15. März 2016)

auch bezeichnet als:
Paclitaxelum

Welche Nebenwirkungen kann Paclitaxel haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Paclitaxel. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Infektionen (vor allem der Harn- und der oberen Atemwege, einschließlich Lippenherpes, Mundsoor, Halsschmerzen, Schnupfen. Fälle mit tödlichem Ausgang wurden berichtet), Störungen der Knochenmarkfunktion, schwerer Mangel an neutrophilen Blutkörperchen, Blutarmut, schwerer Mangel an weißen Blutkörperchen, Blutungen, leichte Überempfindlichkeitsreaktionen (hauptsächlich Hitzewallung und Hautausschlag), Nervenfunktionsstörungen, nervliche Missempfindungen, Schläfrigkeit, niedriger Blutdruck, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Schleimhautentzündung, Verstopfung, Mundschleimhautentzündung, Bauchschmerzen, Haarausfall, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Schwäche, Schmerzen, Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) an Armen und Beinen und im Gesicht.


Grippe-ähnliche Beschwerden, Neutrophilen-Mangel mit Fieber, Depressionen, schwere Nervenfunktionsstörungen, Schwindel, Nervosität, Schlaflosigkeit, unnormales Denken, Unbeweglichkeit, unnormaler Gang, Empfindungsarmut, Geschmacksveränderung, Kopfschmerzen, Ohrensausen, verlangsamter Herzschlag, Herzrasen, Herzklopfen, Ohnmacht, Blutgefäßerweiterung (mit Hitzegefühl), Atemnot, Nasenbluten, vorübergehende Hautveränderungen, trockene Haut, entzündliche Hautabschälung, Juckreiz, Hautausschlag, Akne, vorübergehende und wenig ausgeprägte Veränderungen der Nägel, Knochenschmerzen, Wadenkrämpfe, Muskelschwäche, Rückenschmerzen, Unregelmäßigkeiten beim Wasserlassen, milde Reaktionen an der Injektionsstelle, Druckempfindlichkeit, Hautverfärbung, Hautschwellung, Schmerzen, Wasseraustritt aus den Gefäßen, Hautzellentzündung, Wunden, Unwohlsein, Brustschmerz, Schüttelfrost, Fieber, starke Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen, alkalische Phosphatase).

Gelegentliche Nebenwirkungen:
schwere Infektionen, Blutvergiftung, schwere Blutarmut, (verzögerte) schwere und behandlungsbedürftige Überempfindlichkeitsreaktionen (wie Blutdruckabfall, Gesichtsschwellung, Atemnot, allgemeine Nesselsucht, Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Brustschmerz, Herzrasen, Bauchschmerzen,
Schmerzen in Armen und Beinen, Schwitzen und Bluthochdruck), Austrocknung, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, trockene Augen, Schwachsichtigkeit, Gesichtsfeldeinschränkung, Herzmuskelschwäche, Herzmuskelerkrankung, beschwerdeloses Kammerrasen, Herzrasen mit zusätzlichen Herzschlägen, asymptomatische ventrikuläre Tachykardie, Rezleitungsstörung am Herzen (AV-Block), Ohnmacht, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Venenverstopfung, Blutgefäßentzündung, Mundtrockenheit, wunder Mund, schwarzer Stuhl, Verdauungsstörungen, Veränderungen der Nagelfärbung, Verfärbung des Nagelbetts, starke Erhöhung des Bilirubins im Blut.

Seltene Nebenwirkungen:
Lungenentzündung, Bauchfellentzündung, allergische Reaktionen, Muskelschwäche aufgrund von Nervenstörung, Brustfellerguss, Lungenentzündung (interstitielle Pneumonie), Lungenfibrose, Lungenembolie, Atembeschwerden, Hautrötung, Anstieg des Kreatinins im Blut.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Sonderform der Blutarmut (akute myeloische Leukämie), Sonderform der Knochenmarkserkrankung (myelodysplastisches Syndrom), allergischer Schock (auch tödlich), Essenverweigerung, Verwirrtheit, Darmlähmung und Blutdruckabfall als Folge einer Nervenstörung, epileptische (Grand-mal) Anfälle, Zuckungen, akute Gehirnerkrankung, Störungen am Sehnerv und/oder Sehstörungen (Flimmern; vor allem bei Patienten, die höhere als die empfohlenen Dosierungen erhielten), Beeinträchtigung des Hörvermögens, Hörsturz, Innenohrschwindel, Vorhofflimmern, Schock, Husten, Lungenhochdruck, Darmverschluss, Darmdurchbruch, Durchblutungsstörungen des Darmes (ischämische Kolitis), Bauchgefäßverstopfung, schwerer Durchfall (pseudomembranöse Kolitis), Darmentzündung mit Gewebstod, Speiseröhrenentzündung, Wasserbauch, akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, Absterben von Lebergwebe und leberbedingte Gehirnerkrankung (beide auch tödlich), schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme), Nesselsucht, Nagelauflösung, Haarbalgentzündungen, Hautverhärtung.

Besonderheiten:
Die Patienten müssen während der Behandlung mit dem Medikament Sonnenschutz an Händen und Füßen tragen.

Da es durch Paclitaxel zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen kommen kann, muss in der Arztpraxis eine geeignete Ausrüstung für die Notfallbehandlung verfügbar sein. Um solche Reaktionen zu vermeiden, wird man die Patienten mit Glukokortikoiden, H1-Antihistaminika und H2-Blockern vorbehandeln.

Kommt es während einer Behandlung mit Paclitaxel zu einer starken Abnahme der neutrophilen Blutkörperchen, muss der Arzt die Dosierung beim nächsten Behandlungszyklus vermindern. Gleiches gilt für das Auftreten einer mäßigen bis schweren Schleimhautentzündung und für Nervenfunktionsstörungen.




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