Paclitaxel

Wirkstoff || Quellen (Stand: 15. März 2016)

auch bezeichnet als:
Paclitaxelum

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Paclitaxel im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Paclitaxel nicht verwendet werden?

Paclitaxel darf nicht angewendet werden bei
  • Patienten mit schwerer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Patienten mit Kaposi-Sarkom, die gleichzeitig schwerwiegende und nicht behandelbare Infektionen haben
  • schwerer Leberfunktionsstörung
  • Patienten, die schon vor Beginn der Therapie eine erniedrigte Anzahl neutrophiler Blutkörperchen aufweisen (normalerweise ab unter 1.500/Kubikmilliliter Blut und unter 1.000 bei Patienten mit Kaposi-Sarkom), weil Paclitaxel die Knochenmarkfunktion stört.
Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf Paclitaxel eingesetzt werden bei
  • Patienten, die Herzfunktionsstörungen haben oder solche entwickeln können
  • leichter bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion, weil diese stärker vom Risiko der Blutbildungsstörungen betroffen sind.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Im Tierexperiment (Kaninchen) hat sich Paclitaxel als tödlich für die Ungeborenen erwiesen und verminderte bei Ratten die Fruchtbarkeit. Es gibt keine Informationen zur Anwendung von Paclitaxel bei schwangeren Frauen. Wie andere Zystostatika kann Paclitaxel zu einer Schädigung des Kindes führen. Daher darf es nicht in der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, der Arzt hält eine Behandlung für unumgänglich.

Sexuell aktive Patienten sollten während der Behandlung mit dem Wirkstoff und bis zu sechs Monate danach eine wirkungsvolle Schwangerschaftsverhütung anwenden. Allerdings sind nur Barrieremethoden (Kondom, Pessar) möglich, da bei den zu behandelnden Krankheitsbildern hormonelle Methoden verboten sind. Sollte dennoch eine Schwangerschaft eintreten, ist sofort der behandelnde Arzt zu informieren.

Es ist nicht bekannt, ob Paclitaxel in die Muttermilch ausgeschieden wird. Daher darf Paclitaxel nicht während der Stillzeit angewendet werden; für die Dauer der Behandlung ist das Stillen zu unterbrechen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Sicherheit und Wirksamkeit für Kinder unter 18 Jahren wurde für Paclitaxel nicht untersucht. Aus diesen Gründen muss der Arzt entscheiden, ob eine Behandlung mit dem Wirkstoff in dieser Altersgruppe unumgänglich ist.




Apotheken-Notdienst