Olmesartan + Amlodipin

Wirkstoffkombination || Quellen (Stand: 02. September 2012)

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Olmesartan + Amlodipin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Olmesartan + Amlodipin nicht verwendet werden?

Die Kombination darf nicht angewendet werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen Olmesartan und Amlopidin oder andere Caliumkanalblocker vom Nifedipin-Typ
  • stark eingeschränkter Leberfunktion und Verlegung der Gallenwege
  • sehr niedrigem Blutdruck
  • Schock (auch herzbedingt)
  • Abflussbehinderung aus der linken Herzkammer beispielsweise durch hochgradige Verengung der Hauptschlagader (Aorta)
  • stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 20 Milliliter/Minute), nach Nierenverpflanzung oder bei Nierenversagen (Kreatinin-Clearance unter 12 Milliliter/Minute aufgrund fehlender Studien dazu
  • Herzmuskelschwäche aufgrund von Mangeldurchblutung nach einem akuten Herzinfarkt.
Nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch einen Arzt und unter seiner Kontrolle darf die Kombination eingesetzt werden bei
  • Patienten mit Mangel an Blutmenge oder Natriummangel im Blut wegen der Gefahr eines Blutdruckabfalls
  • Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche (Beschwerden bereits in Ruhe) oder Nierenerkrankung einschließlich Verengung der Nierenarterie (ein- oder beidseitig), weil dies schwere Nierennebenwirkungen begünstigt
  • eingeschränkter Nierenfunktion
  • leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion; bei mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte die Dosis an Olmesartan-Medoxomil 20 Milligramm nicht überschreiten
  • Kalium-Überschuss im Blut wegen der Gefahr von Herzrhythmusstörungen
  • Verengung von Herzklappen (Aorten- oder Mitralklappe) oder bei Herzwandverdickung
  • übermäßiger Produktion des blutdrucksteigernden Hormons Aldosteron in der Nebenniere, weil dies die Wirkung der Kombination aufhebt
  • schwerer Herzmuskelschwäche wegen des Risikos eines akuten Nierenversagens und/oder Tod
  • Patienten schwarzer Hautfarbe, weil die Kombination bei ihnen schwächer wirksam ist
  • älteren Patienten wegen deren meist schwächerer Nierenfunktion
  • koronarer Herzkrankheit (Angina pectoris) oder Durchblutungsstörungen des Gehirns, weil ein Blutdruckabfall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Für die Kombination gibt es keine Studien mit Schwangeren, in denen Sicherheit und Nebenwirkungen untersucht wurden. Allerdings ist bekannt, dass eine Therapie mit AT1-Rezeptor-Antagonisten wie Olmesartan ab dem vierten Monat der Schwangerschaft giftig auf das Un- und Neugeborene wirken. Der Calciumkanalblocker Amlodipin hingegen kann eine Verzögerung der Geburt bewirken. Aus diesen Gründen wird die Anwendung der Kombination während des ersten Schwangerschaftsdrittels nicht empfohlen und ist für den Rest der Schwangerschaft verboten. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine andere Therapie vom Arzt zu beginnen.

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Olmesartan und Amlodipin in der Stillzeit vorliegen, wird die Anwendung der Kombination zu dieser Zeit nicht empfohlen. In der Stillzeit wird der Arzt auf andere Therapiemöglichkeiten ausweichen, die als sicher bekannt sind, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung der Kombination bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sollte unterbleiben, da die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht durch Studien belegt ist.




Apotheken-Notdienst