Modafinil

Wirkstoff || Quellen (Stand: 25. März 2014)

auch bezeichnet als:
(RS)-2-[(Diphenylmethyl)sulfinyl]acetamid; 2-(Benzhydrylsulfinyl)acetamid; Modafinilum

Welche Nebenwirkungen kann Modafinil haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Modafinil. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen.

Häufige Nebenwirkungen:
Leberfunktionstest-Anormalitäten, Alkalische Phosphatase-Erhöhung (dosisabhängig), Gamma-GT-Erhöhung (dosisabhängig), Herzjagen, Herzklopfen, Benommenheit, Schläfrigkeit, abnorme Empfindungen, Verschwommensehen, Bauchschmerz, Übelkeit, Mundtrockenheit, Durchfall, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Gefäßerweiterung, Kraftlosigkeit, Brustschmerz, Nervosität, Schlaflosigkeit, Angst, Depression, Denkstörungen, Verwirrtheit.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
EKG-Veränderungen, Gewichtsveränderungen, Herzrhythmusstörungen (zusätzliche Herzschläge (Extrasystolen), Herzschlagverlangsamung), Blutbildveränderungen (Eosinophilen-Überschuss, Weiße Blutkörperchen-Mangel), Bewegungsstörungen (Dyskinesien), Muskelspannungsverstärkung, Erinnerungslücken (Amnesie), Migräne, Zappeligkeit (Hyperkinesien), Zittern, Schwindel, Gehirnerregung, Gangstörungen, Sprachstörungen, unangenehmer Geschmack, Sehstörungen, Bindehautentzündung (Trockenes Auge), Atemstörung, Hustenreizverstärkung, Asthma, Nasenbluten, Blähungen, Sodbrennen, Erbrechen, Zungenentzündung, Schluckstörungen, Mundwunden, Urinveränderungen, Veränderungen in der Häufigkeit des Wasserlassens, Schwitzen, Hautausschläge, Akne, Juckreiz, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Muskelzuckungen, Gelenkschmerzen, Beinkrämpfe, Appetitzunahme, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen (Hypercholesterinämie), Blutzucker-Überschuss, Rachenentzündung, Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung, Blutdruckerhöhung, Blutdruckerniedrigung, Durst, Wasseransammlungen in Armen und Beinen, nervöse Reizbarkeit, leichtere allergische Reaktionen (Heuschnupfen), Regelstörungen, Gefühlsschwankungen, Schlafstörung, verändertes Träumen, Erregung, Libido-Abnahme, Feindseligkeit, Persönlichkeitsstörung, Aggression.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
schwere Hautreaktionen (inklusive Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und bis zum Schock), Blutgefäßschwellungen, Nesselsucht, Überempfindlichkeitsreaktionen (charakterisiert durch Symptome wie Fieber, Hautausschlag, Lymphdrüsenschwellung und Anzeichen gleichzeitiger Organbeteiligung), Psychosen, Manien, Wahnvorstellungen, Selbstmordgedanken.

Besonderheiten:
Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion sollte die Tagesdosis vom Arzt halbiert werden.

Bei ersten Anzeichen eines Hautausschlages muss die Behandlung mit dem Wirkstoff abgebrochen und darf auch nicht mehr erneut begonnen werden.

Während der Behandlung müssen die Patienten auch von den Angehörigen überwacht werden, da es zu Depressionen, Selbstmordgedanken und Psychosen kommen kann.

Der Wirkstoff kann besonders bei Patienten mit Atemstörungen im Schlaf (Schlafapnoe) Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen begünstigen.

Das Auftreten von Haut- und Überempfindlichkeitsreaktionen sowie von nervlich-seelischen Reaktionen scheint eng mit derangewendeten Dosierung von Modafinil zusammenzuhängen. Entsprechend wird der Arzt die Behandlung stets mit der niedrigsten empfohlenen Dosis (200 Milligramm) beginnen und lediglich bei Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf bis zu 400 Milligramm erhöhen.




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