Mifepriston

Wirkstoff || Quellen (Stand: 12. Februar 2009)

auch bezeichnet als:
11â-[4-(Dimethylamino)phenyl]-17-hydroxy-21-methyl-19-nor-17á-pregna-4,9-dien-20-in-3-on

So wirkt Mifepriston

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Mifepriston. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher der Wirkstoff Mifepriston gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Mifepriston

Mifepriston ist der Wirkstoff der sogenannten Abtreibungspille. Er kann zur Beendigung einer Schwangerschaft bis zum 63. Tag nach Ausbleiben der Regelblutung angewendet werden. Hierbei wird der Wirkstoff meist in Kombination mit einem Prostaglandin eingesetzt, um eine sichere Wirkung zu erzielen. Für medizinisch notwendige Abbrüche ist Mifepriston auch später in der Schwangerschaft zugelassen.

Die Abtreibungspille wird häufig mit der "Pille danach" verwechselt. Bei Letzterer handelt es sich jedoch um ein hochdosiertes Hormonpräparat (Östrogene), das eine Einnistung der befruchteten Eizelle verhindert und nur in den ersten beiden Tagen nach der Befruchtung eine Schwangerschaft verhindern kann.

Die erweiternde Wirkung auf den Muttermund wird vor manchen gynäkologischen Eingriffen genutzt. Außerdem kann Mifepriston die Wehentätigkeit einleiten, wenn ein zuvor in der Gebärmutter verstorbener Embryo ausgestoßen werden soll.

Mifepriston wird einmalig in Tablettenform verabreicht. Um einen Missbrauch zu vermeiden, reichen die Tabletten einer verschreibungspflichtigen Packung nur für eine einzige Anwendung.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Mifepriston sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Mifepriston

    Mifepriston hemmt die Wirkung des körpereigenen Geschlechtshormons Progesteron. Dieses Gestagen ist als Schwangerschaftshormon für die Erhaltung einer Schwangerschaft unentbehrlich. Es für eine Unterdrückung der Regelblutung sowie für die Umgestaltung der Gebärmutterschleimhaut im Hinblick auf die Einnistung des befruchteten Eis verantwortlich. Außerdem verhindert es den Eisprung und das Eindringen weiterer Spermien, indem es den Gebärmuttermund verengt und den dort haftenden Schleim verfestigt. Die Einnahme von Mifepriston in der Schwangerschaft führt deshalb innerhalb von 48 Stunden zum Öffnen des Muttermundes und zur Ablösung der Gebärmutterschleimhaut, so dass der eingenistete Embryo seinen Halt verliert.

    48 Stunden nach der Einnahme von Mifepriston nimmt die Schwangere Prostaglandin ein. Dadurch zieht sich die Gebärmutter zusammen und es wird eine künstliche Fehlgeburt ausgelöst, bei der der Embryo ausgestoßen wird.

    Bei der Anwendung zur Vorbereitung auf eine gynäkologische Behandlung erweicht und dehnt der Wirkstoff den Gebärmutterhals. Auf diese Weise wird der Eingriff durch die Öffnung des Muttermundes erleichtert.




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