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Miconazol

Wirkstoff || Quellen (Stand: 09. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
(RS)-1-[2,4-Dichlor-ß-(2,4- dichlorbenzyloxy)phenethyl]imidazol; Miconazolum

So wirkt Miconazol

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Miconazol. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Fungizide, zu welcher der Wirkstoff Miconazol gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs: Miconazol

Miconazol wirkt sowohl bei Entzündungen mit Pilzen als auch bei Entzündungen mit Bakterien.

Es wird eingesetzt zur lokalen Behandlung von Pilzinfektionen (Mykosen) der Haut, der Schleimhäute und der Nägel. Anwendungsgebiete sind dabei Erkrankungen durch Hefepilze und andere Pilze der Hautoberfläche, der Nägel, des Mund- und Rachenraums, der Magen-Darm-Schleimhaut, der Vaginalschleimhaut sowie des äußeren weiblichen und männlichen Genitalbereichs.

Miconazol ist gegen eine Vielzahl von Erregern wirksam. Besonders wirksam ist es bei Hefepilzinfektionen (Candida-Infektionen, Candidosen) sowie gegen Dermatophyten (Pilze, die sich in den äußeren Hautschichten, in Haaren und Nägel ansiedeln können) und Schimmelpilzen.

Aufgrund der gleichzeitigen antibakteriellen Wirkung von Miconazol kann es auch erfolgreich zur lokalen Behandlung von Hautinfektionen mit bestimmten Bakterien sowie bei Mischinfektionen der Haut mit Pilzen und Bakterien eingesetzt werden.

Spezielle Krankheitsbilder, bei denen Miconazol zur Anwendung kommt, sind beispielsweise Pityriasis versicolor (Kleieflechte), seborrhoische Dermatitis, Erythrasma und Windeldermatitis.

Miconazol kann als Creme, Paste, Lösung, Mundgel, Lutschtabletten und Vaginalzäpfchen verabreicht werden. Als Creme findet Miconazol Verwendung bei Pilzinfektionen der Haut, auch im Genitalbereich, sowie bei Hefepilzerkrankungen der Scheide. Die Lösung ist besonders für die Anwendung auf behaarter Haut und in Hautfalten geeignet. Zur Behandlung von Hefepilzinfektionen der Mundschleimhaut (Mundsoor) und der Magen-Darm-Schleimhaut wird Miconazol bei Säuglingen und Kindern als Mundgel, bei Erwachsenen in Form von Lutschtabletten angewendet. Für die Anwendung in der Scheide gibt es außerdem Vaginalzäpfchen.

Wenn eine örtliche Therapie der Pilzinfektion nicht zum Erfolg führt oder wenn es bei schlechter Abwehrlage zu einem Befall innerer Organe (Systemmykosen) mit bestimmten Pilzarten kommt, kann Miconazol unter Überwachung im Krankenhaus auch als Infusion über eine Vene gegeben werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Miconazol sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Miconazol

Miconazol ist ein Mittel gegen Pilzerkrankungen und gehört zu den Azol-Antimykotika. Es hemmt besonders wirkungsvoll die Pilz-typische Produktion von Ergosterol, dem Hauptbestandteil der Zellwand von Hefen und anderen Pilzen. In Abhängigkeit von der Konzentration hemmt Miconazol das Pilzwachstum (fungistatisch) oder tötet die Pilze ab (fungizid). In fungistatischer Konzentration verdickt Miconazol die Zellwand, macht sie für Nährstoffe weniger durchlässig und sorgt so für einen Nährstoff-Mangel. Fungizide Konzentrationen führen zum Zelltod der Pilze und Bakterien und zum Zerfall des Zellinneren.







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