Loperamid

Wirkstoff || Quellen (Stand: 16. Juni 2016)

auch bezeichnet als:
4-[4-(4-Chlorphenyl)-4-hydroxypiperidino]-N,N-dimethyl-2,2-diphenylbutyramid; Loperamidum

So wirkt Loperamid

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Loperamid. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Mit­tel ge­gen Durch­fall­er­kran­kungen, zu welcher der Wirkstoff Loperamid gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Loperamid

Der Wirkstoff dient der symptomatischen Behandlung akuter und chronischer Durchfallerkrankungen (Diarrhöen). Er kommt bei Durchfallerkrankungen zum Einsatz, deren Ursache nicht festzustellen ist oder die aus anderen Gründen nicht ursächlich behandelt werden können.

Langfristig darf Loperamid nur unter ärztlicher Beobachtung angewendet werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Loperamid sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Loperamid

Loperamid gehört zur Gruppe der Mittel gegen Durchfallerkrankungen. Der Wirkstoff ist ein so genannter Durchfallstopper. Das heißt, er bekämpft nicht die Ursache des Durchfalls, sondern hemmt die Darmbewegung. Dazu greift der Wirkstoff an den gleichen Bindungsstellen (Rezeptoren) der Darmwand an, die auch die verstopfende Wirkung der opioiden Schmerzmittel bedingen. Die Besetzung dieser so genannten my-Opiat-Rezeptoren hemmt die Darmbewegungen, verlägert die Verweilzeit des Darminhaltes und lässt eine verstärkte Wiederaufnahme von Wasser und Mineralien zu. Dadurch dickt der Darminhalt ein, der Durchfall kommt zum Stehen.

Die Darmflora (Besiedelung mit nützlichen Bakterien) wird durch Loperamid nicht verändert. Günstig bei der Behandlung des Durchfalls mit Loperamid ist die Erhöhung der Spannung im Aftermuskel, wodurch sich die Symptome Stuhldrang und Inkontinenz bessern.




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