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Levodopa + Benserazid

Wirkstoffkombination || Quellen (Stand: 07. Februar 2013)

auch bezeichnet als:
(-)-3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-L-alanin; (DL)-Serin-[2-(2,3,4-trihydroxybenzyl)hydrazid]; (RS)-2-Amino-3-hydroxy-N-(2,3,4-trihydro- xybenzyl)propanohydrazid; (S)-2-Amino-3-(3,4-dihydroxyphenyl)propionsäure; Benserazidum; L-Dopa

So wirkt Levodopa + Benserazid

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Levodopa + Benserazid. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Parkinson-Mittel, zu welcher die Wirkstoffkombination Levodopa + Benserazid gehört.

Anwendungsgebiet der Wirkstoffkombination : Levodopa + Benserazid

Die Kombination aus den Wirkstoffen Levodopa und Benserazid wird zur Behandlung der typischen Symptome der Parkinsonkrankheit wie Steifheit der Muskulatur (Rigor), Zittern (Tremor) und Verlangsamung der Bewegung (Akinese) eingesetzt.

Des Weiteren wird die Kombination verwendet, um parkinsonähnliche Symptome bei anderen Krankheiten zu behandeln. Allerdings darf die Wirkstoffkombination nicht verabreicht werden, wenn diese Symptome als Nebenwirkungen von Medikamenten auftreten.

Ein weiteres Anwendungsgebiet von Levodopa und Benserazid ist das so genannte Restless-Legs-Syndrom. Bei dem Syndrom der "unruhigen Beine" verspüren die Patienten besonders nachts einen unkontrollierbaren Bewegungsdrang, häufig begleitet von Muskelzuckungen und einschießenden Schmerzen. Hier könnte ebenso wie bei der Parkinsonkrankheit ein Dopaminmangel im Gehirn zugrunde liegen, weshalb die Symptome auf die Parkinsonmittel Levodopa und Benserazid sehr gut ansprechen. Die Kombination wird heute auch dazu benutzt, um ein Restless-Legs-Syndrom sicher zu erkennen. Eine Besserung der Beschwerden durch die Behandlung mit einer Dosierung von 100 Milligramm Levodopa und 25 Milligramm Benserazid bestätigt das vermutete Krankheitsbild.

Die Wirkstoffkombination muss bei den meisten genannten Einsatzgebieten auf lange Zeit hin genommen werden, um die Gehirnzellen dauerhaft anzuregen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Levodopa + Benserazid sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Levodopa + Benserazid

Bei der Parkinsonkrankheit fehlt dem Gehirn der Botenstoff Dopamin, den es jedoch braucht, um die Bewegungen des Körpers zu kontrollieren. Ist nicht genügend Dopamin vorhanden, zeigen sich die typischen Parkinson-Symptome wie Steifheit der Muskulatur (Rigor), Zittern (Tremor) und Verlangsamung der Bewegung (Akinese).

Dopamin selbst kann die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren und daher auch nicht als Tablette verabreicht werden. Aus diesem Grund wird seine chemische Vorstufe, das Parkinsonmittel Levodopa gegeben. Levodopa ist eine Aminosäure und kann im Gegensatz zu Dopamin den Schutzwall, der das Gehirn umgibt, durchqueren. Dort dient es als Quelle für Dopamin, in das es umgewandelt wird. Jedoch wird Levodopa nicht nur im Gehirn, sondern auch auf dem Transport dorthin im Blut zu Dopamin abgebaut und verliert dadurch seine Wirksamkeit für die Bewegungskontrolle. Deshalb wird Levodopa mit Benserazid kombiniert, das den vorzeitigen Abbau von Levodopa zu Dopamin verhindert.

Benserazid ist ein so genannter Decarboxylase-Hemmer aus der Gruppe der Mittel zur Behandlung der Parkinsonkrankheit, der das entsprechende Levodopa abbauende Enzym blockiert und so verhindert, dass Levodopa im Darm und im Blut vorzeitig abgebaut wird, bevor der Parkinsonwirkstoff das Gehirn erreicht hat. Dadurch können die Levodopadosis und damit auch die Nebenwirkungen von Levodopa deutlich gesenkt werden. So sind für die gewünschten Behandlungseffekte bei der Kombination mit Benserazid rund 20 Prozent weniger von Levodopa notwendig als bei der Therapie mit Levodopa als Einzelwirkstoff.

Da wahrscheinlich auch beim so genannten Restless-Legs-Syndrom ein Dopaminmangel ursächlich ist, lassen sich mit der Wirkweise der Wirkstoffkombination außerdem die nächtlichen Beschwerden der "unruhigen Beine" deutlich verringern.







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