Lapatinib

Wirkstoff || Quellen (Stand: 28. Februar 2014)

auch bezeichnet als:
Lapatinibum; N-[3-Chlor-4-(3-fluorbenzyloxy)phenyl]-6-{5-[4-(methylsulfonyl)-2-azabutyl]-2-furyl}chinazolin-4-amin

Welche Wechselwirkungen zeigt Lapatinib?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die gemeinsame Gabe von Lapatinib mit Wirkstoffen, die das Enzym stark hemmen, welches im Körper am Abbau von Lapatinib beteiligt ist, sollte vermieden werden. Es könnte ansonsten zu Überdosierungen und mehr Nebenwirkungen kommen. Zu den entsprechenden Substanzen gehören die AIDS-Mittel Ritonavir und Saquinavir, die Pilzmittel Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol und Posaconazol, das Antibiotikum Telithromycin sowie das Antidepressivum Nefazodon. Im Gegenzug hemmt Lapatinib das gleiche und weitere Enzyme und somit den Abbau anderer Wirkstoffe, woraufhin diese mehr Nebenwirkungen zeigen können. Das ist besonders bei Cisaprid (Magenmittel), Pimozid (Neuroleptikum), Repaglinid (zur Blutzuckersenkung), Paclitaxel, Docetaxel und Irinotecan (Zytostatika), Digoxin (gegen Herzmuskelschwäche) und Chinidin (Antiarrhythmikum) der Fall.

Wird Lapatinib zusammen mit Wirkstoffen gegeben, die die Aktivität des obengenannten Enzyms stark fördern, kann dies hingegen die Wirkung vermindern. Zu diesen Stoffen gehören die Tuberkulose-Mittel Rifampicin und Rifabutin, die Antiepileptika Carbamazepin und Phenytoin sowie Johanniskraut, das gegen Depressionen eingesetzt wird.

Auch Verapamil (Calciumkanalblocker), Ciclosporin (gegen Organabstoßungen nach Transplantationen) und das Makrolid-Antibiotikum Erythromycin können die Aufnahme und/oder Verteilung von Lapatinib im Körper verändern.

Die Löslichkeit von Lapatinib hängt vom Säuregrad der Umgebung ab. Eine gleichzeitige Behandlung mit säurebindenden Mitteln (Antazida) sollte daher vermieden werden. Sie kann die Löslichkeit von Lapatinib im Magen und damit die Aufnahme in den Körper verringern.

In Abhängigkeit beispielsweise vom Fettgehalt in der Mahlzeit wird die Aufnahme von Lapatinib aus der Nahrung bis um das Vierfache erhöht. Auch Grapefruitsaft verstärkt die Aufnahme von Lapatinib in den Körper und sollte daher während der Behandlung gemieden werden.




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