Lapatinib

Wirkstoff || Quellen (Stand: 28. Februar 2014)

auch bezeichnet als:
Lapatinibum; N-[3-Chlor-4-(3-fluorbenzyloxy)phenyl]-6-{5-[4-(methylsulfonyl)-2-azabutyl]-2-furyl}chinazolin-4-amin

Welche Nebenwirkungen kann Lapatinib haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Lapatinib. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Durchfall (bis zur Austrocknung), Übelkeit und Erbrechen, Hautausschlag (einschließlich Akne-artiger Hautentzündung), Erschöpfung, Essensverweigerung.

Häufige Nebenwirkungen:
Bilirubin-Überschuss im Blut, Leberschäden, Nagelveränderungen (einschließlich Umlauf), verringerte Pumpleistung der linken Herzkammer.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Interstitielle Lungenerkrankung, Lungenentzündung.

Seltene Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Schock).

Besonderheiten:
Diese Nebenwirkungen wurden bei Gabe von Lapatinib in Kombination mit Capecitabin beobachtet:
Sehr häufig: Verdauungsstörungen, Mundschleimhautentzündung, Verstopfung, Bauchschmerzen, trockene Haut, Missempfindungen in den Hand- und Fußflächen, Arm- und Beinschmerzen, Rückenschmerzen, Schleimhautentzündung, Schlaflosigkeit.
Häufig: Kopfschmerzen.

Diese Nebenwirkungen wurden bei Gabe von Lapatinib in Kombination mit Letrozol beobachtet:
Sehr häufig: Nasenbluten, Husten, Atembeschwerden, trockene Haut, Haarausfall, Juckreiz, Arm- und Beinschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwäche, Kopfschmerzen, Hitzewallungen.
Häufig: Verstopfung.

Lapatinib scheint in manchen Fällen die Lunge zu schädigen. Daher wird der Arzt die Patienten bei Atembeschwerden, Husten und Fieber sorgfältig überwachen und die Behandlung gegebenenfalls abbrechen.

Um eine mögliche Schädigung der Leberfunktion zu erkennen, werden entsprechende Laborwerte wie Transaminasen, Bilirubin und alkalische Phosphatase vor Beginn der Behandlung und danach monatlich ärztlich kontrolliert. Bei schweren Leberfunktionsstörungen wird die Therapie beendet werden.

Der Wirkstoff kann die Herzleistung mindern. Daher wird der Arzt bei allen Patienten vor Beginn der Behandlung die Herzfunktion einschließlich der Pumpleistung der linken Herzkammer überprüfen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Lapatinib kann Durchfälle auch schweren Grades verursachen. Zu Beginn der Therapie wird der Arzt daher bei den Patienten das Darmverhalten und andere Beschwerden wie Fieber, krampfartige Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Schwindel und Durst abfragen, um Veränderungen während der Behandlung und Patienten mit erhöhtem Risiko erkennen zu können. Jede Änderung im Stuhlverhalten ist unverzüglich dem Arzt mitzuteilen.




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